© Marijan Murat

Dramatische Coronalage in Bamberger Stadt und Landkreiskliniken

Forchheim: Station wegen Corona geschlossen

 

Impf – und Testangebote hochgefahren

 

Die Impf- und Testangebote sollen in Stadt- und Landkreis Bamberg weiter ausgebaut werden. Das ist ein Ergebnis der heutigen Sitzung der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Bamberg. Der Grund für den Ausbau ist die steigende Impfnachfrage, aber auch die aktuelle Corona-Situation. Momentan befinden sich 78 Corona Patienten in den Kliniken Bamberg, Scheßlitz und Burgebrach. Das sind so viele wie noch nie während der Pandemie.

 

Im Klinikum Forchheim Fränkische Schweiz sind 18 von 1000 Mitarbeitern coronapositiv getestet – sie befinden sich in Quarantäne.

 

Hier die Presseinfo aus dem Landkreis Bamberg:

Krisenhafte Krankenhaussituation

 

Höchststand der Covid-Patienten – Operationssäle müssen geschlossen werden

 

  1. November 2021

 

 

Bamberg – Der Gesundheitsversorgung auch in der Region Bamberg droht der Kollaps: 78 Covid-Patienten – 13 hiervon intensiv – müssen derzeit (Stand Dienstag, 16. November, 8 Uhr) in den Kliniken in Bamberg Stadt und Land behandelt werden.  Dutzende Mitarbeiter im Pflegebereich fallen wegen corona-bedingter Umstände aus. Drei von zehn Operationssälen des Klinikums am Bruderwald sind bereits außer Betrieb gesetzt worden, um die aufwändige Behandlung von Corona-Patienten auf einer neu eingerichteten Station gewährleisten zu können. Die nächste Stufe ist der komplette Klinik-Notfall: dann müssten am Bruderwald weitere vier OP-Säle  geschlossen werden.

 

„Uns drohen südbayerische Verhältnisse: Wir hatten noch nie in der gesamten Pandemie so viele Menschen mit Corona in Kliniken und wir müssen damit rechnen, dass schon bald die Hälfte aller Intensiv-Behandelten in Kliniken Covid-Patienten sein werden“, beschrieb der ärztliche Leiter Krankenhaus-Koordinierung, Prof. Dr. Michael Sackmann im gemeinsamen Katastrophenstab von Landkreis und Stadt Bamberg die äußerst schwierige Lage. „Alle nicht dringlichen Eingriffe müssen unterbleiben.“

 

„Wir haben eine komplette Ebene für Covid-Patienten frei geräumt und sieben zusätzliche Intensiv-Betten geschaffen. Alle Stationen werden nur mit minimaler Besetzung gefahren“, so der Ärztliche Direktor des Klinikums am Bruderwald, Professor Dr. Georg Pistorius. Mit 61 Personen, neun hiervon intensiv, ist dort ein neuer Höchststand während der Pandemie erreicht. Ein erhöhter Ausfall der Mitarbeiter verschärfe die Situation zusätzlich. In den Kliniken der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises (GKG) werden nach den Worten des Geschäftsführers Udo Kunzmann 17 Covid-Personen behandelt, vier davon intensiv.

 

„Bei einer seit Beginn dieses Monats täglich dreistelligen Zahl von Neuinfektionen können wir das Infektionsgeschehen nicht mehr zeitnah nachverfolgen“, so Lothar Riemer, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg. Über das Wochenende habe es mehr als 400 Neuinfektionen gegeben. „Aktuell haben wir 51 Fälle in Schulen und 17 in Kindertageseinrichtungen.“

 

Erste Wirkung in Form von einer sprunghaft angestiegenen Nachfrage zeigt nach den Worten  von Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke  der erneute eindringliche Impf-Appell der vergangenen Woche. „Deshalb bauen wir die Impf- und Testkapazitäten weiter deutlich aus.“ Ab dem 29. November sind bis zu 3600 Impfungen pro Woche im Impfzentrum möglich. Dafür werden künftig neben dem Mittwoch auch der Montag und der Freitag als „lange Impftage“ bis 19 Uhr angeboten. Außerdem wird das Impfzentrum wieder jeden Samstag bis 14 Uhr geöffnet haben. Um die größere Nachfrage besser kanalisieren zu können und Wartezeiten möglichst zu vermeiden wird am Impfzentrum Hallstadt ab Mittwoch, 24. November, die Terminvergabe über die Online-Plattform „BayIMCO“ wieder eingeführt. Gleichzeitig soll in der Stadt am ZOB das Impfen ohne Termin erhalten bleiben. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag, ab Dezember auch jeden Samstag werden in der Zeit von 9 bis 15 Uhr jeweils 240 Impfungen angeboten. Es werden Wartemarken verteilt, damit niemand unnötig ansteht. In Planung befinden sich auch dezentrale Impftermine im Landkreis.

 

Deutlich erweitert wird auch das Angebot, sich schnelltesten zu lassen. In Scheßlitz ist dies ab Beginn kommender Woche wieder täglich vom Montag bis Sonntag möglich. Auch eine Reihe von Gemeinden im Landkreis fährt ihr Testangebot wieder hoch. Den jeweils aktuellsten Stand findet man auf www.landkreis-bamberg.de sowie auf www.corona-schnelltest-bamberg.de. Der Katastrophenstab geht davon aus, dass mit diesem erweiterten Angebot auch der Tatsache Rechnung getragen wird, dass nun jeder Besucher eines Pflegeheimes einen Schnelltest braucht.

 

Der aktuelle Personalnotstand trifft auch die niedergelassenen Ärzte. „Wir sehen auch die ambulante Versorgung gefährdet“, so Dr. Matthias Dreyer. Man biete deshalb verstärkt auch Videosprechstunden an.

 

Hier noch die Forchheimer Zahlen aus dem Landratsamt Forchheim:

 

Corona in Zahlen:

 

im Landkreis Forchheim sind zum Zeitpunkt 16.11.2021, 15:26 Uhr 899 Personen nachweislich positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet.

 

Die Zahl der Genesenen beträgt 5699.

Insgesamt gibt/gab es damit bisher 6720 Infektionen im Landkreis Forchheim.

 

Insgesamt sind 122 Personen an COVID-19 verstorben.

 

Die Verteilung nach Gemeinden finden Sie im Anhang.

 

Weitere Informationen:

 

– Inzidenzwert:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

 

 

– Impfen:

Informationen zum Thema Impfen finden Sie auf der Homepage des Impfzentrums für den Landkreis Forchheim: https://www.asb-forchheim.de/unsere-angebote1/impfzentrum-forchheim

 

 

– Übersicht Intensivbetten:

Unter nachfolgendem Link ist die Zahl der freien Intensivbetten der Krankenhäuser deutschlandweit bzw. auch auf Kreisebene (Karte rechts unten) abrufbar. Der Landkreis Forchheim ist dort ebenfalls zu finden: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/kartenansichten

 

Derzeit befindet sich ein/e Landkreisbewohner/in, der/die positiv auf COVID-19 getestet wurde, auf der Intensivstation des Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz.

 

 

Anzahl der Infizierten in Schulen:

– 4 Personen des Herder Gymnasiums Forchheim

– 2 Personen des Ehrenbürg Gymnasiums Forchheim

– 4 Personen der Realschule Ebermannstadt

– 2 Personen der Realschule Forchheim

– 1 Person der Realschule Gräfenberg

– 1 Person der Ritter-von-Traitteur-Schule Forchheim

– 1 Person der Mittelschule Gößweinstein

– 1 Person der Mittelschule Hallerndorf

– 1 Person der Grundschule Langensendelbach

– 1 Person der Grundschule Poxdorf

– 1 Person der Grundschule Ebermannstadt

– 1 Person der Hainbrunnenschule Lebenshilfe

– 1 Person der Martinsschule Forchheim

– 2 Personen der Grundschule Igensdorf

– 2 Personen der Grundschule Hausen

– 2 Personen der Grundschule Pretzfeld

– 1 Person der Grundschule Muggendorf

– 1 Person der Grundschule Hallerndorf

– 1 Person der Montessorischule

– 1 Person der Adalbert-Stifter-Schule Forhcheim

– 1 Person der Grundschule Mittelehrenbach

– 1 Person der Grundschule Forchheim Reuth

– 1 Person der Pestalozzischule

 

 

Anzahl der Infizierten in Kindertageseinrichtungen:

– 2 Personen des Kindergarten St. Michael Heroldsbach

– 1 Person des Kindergarten Verklärung Christi,

– 1 Person des Kindergarten St. Josef Buckenhofen

– 7 Personen des Kindergarten St. Peter und Paul Langensendelbach

– 1 Person des Kindergarten Pretzfeld