Die Obstbauern blicken mit gemischten Gefühlen auf die Kirschernte in der Fränkischen Schweiz zurück.

Es sei ein ausgezeichnetes Jahr gewesen, allerdings nicht finanziell, sagt Hans Schilling vom Landratsamt Forchheim.

Der Kreisfachberater für Obstbau schätzt die Umsatzeinbußen auf 30 Prozent. Die Qualität der Kirschen – Größe, Farbe und Geschmack – sei sehr gut gewesen. Mit 1500 Tonnen sei die Ernte auch deutlich üppiger ausgefallen als im Vorjahr mit 900 Tonnen, sagte Schilling. Aber: „Die Ernte ist drei Wochen früher gestartet und geendet als sonst.“ Da sei noch viel ausländische Ware auf dem Markt gewesen; es habe ein Überangebot gegeben. Dadurch seien die Preise in den Keller gerauscht.

Die Fränkische Schweiz ist eines der größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiete in Europa mit mehr als 250 000 Kirschbäumen auf 2500 Hektar.