© Nicolas Armer

Die Fränkische Schweiz und der Steigerwald sind Touristenmagneten.

Laut einer aktuellen Mitteilung  der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oberfranken verzeichnete die Fränkische Schweiz im letzten Jahr mehr als eine Million Übernachtungen, im Steigerwald waren es mehr als 2 Millionen. Die Gewerkschaft bezieht sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Laut NGG-Geschäftsführer Michael Grundl fehlen im Gastgewerbe aber immer mehr Fachkräfte, weil die Branche ein Image-Problem habe. Ein Hauptgrund dafür seien immer extreme Arbeitszeiten. Der Hotel- und Gaststättenverband sieht das allerdings anders. Auch im Gastgewerbe gibt es ein Arbeitszeitengesetz, heißt es gegenüber Radio Bamberg. Immer mehr Betriebe müssen schließen, weil es eben keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr bei den Öffnungszeiten gibt und es somit zu wenig Personal gibt.

 

Hier die offizielle Pressemeldung des Geschäftsführers Dr. Tomas Geppert.

 

Aus Sicht der oberfränkischen Hotellerie und Gastronomie haben wir kein schlechtes Image aufgrund der extremen Arbeitszeiten. Auch für unsere Branche gilt das Arbeitszeitgesetz. Leider aber müssen immer mehr Betriebe gerade in der Fränkischen Schweiz schließen, da es keine Gestaltungsmöglichkeiten der Öffnungszeiten mehr gibt. Die Kunden haben den Anspruch zu jeder Zeit Waren und Dienstleistungen beziehen zu wollen, gleichzeitig aber müssen wir z.B. bei schönem Wetter unser Personal nach 8 Stunden heimschicken. Für eine zweite Schicht findet sich aufgrund der allgemeinen Personalnot einfach kein Personal. Die Gastronomie wird von der Bürokratie kaputt gemacht und schon jetzt wundert sich jeder, warum viele Restaurants am Sonntag schließen, obwohl bisher immer alle Plätze besetzt waren. (siehe Greifenklau, Spezikeller, u.v.m.)

 

Wir reden mittlerweile von einem flächendeckendem Wirtschaftssterben. Dies wird auch vor Bamberg nicht halt machen. Eine fehlerhafte Tourismuspolitik der Stadt (siehe auch der Artikel gestern im FT) trägt zur Beschleunigung der Situation bei.

Die Staatsregierung hat dies erkannt und fördert bald die Investitionen in den Erhalt von Dorfwirtschaften. Als Dank wird der Wirtschaftsminister von der Opposition als Wirtshausminister beschimpft.