Bob Andrews (Levi Brandl, l-r), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Justus Jonas (Julius Weckauf) in einer Szene des Films "Die drei ??? - Erbe des Drachen"., © -/Sony Pictures/dpa

Die Filmstarts der Woche

Was zunächst schön und einfach spannend klingt, gerät schließlich zur Bewährungsprobe: Während der Sommerferien unternehmen «Die drei ???» Justus, Bob und Peter eine Reise nach Rumänien. Dort wollen die Freunde ein Praktikum am Filmset von «Dracula Rises» absolvieren, das ihnen Peters Vater vermittelt hat, der bei den Dreharbeiten für besondere Effekte verantwortlich ist. Kaum in Transsilvanien angekommen, häufen sich rätselhafte Ereignisse auf dem alten Schloss von Gräfin Codrina, das dem Film als atmosphärische Kulisse dient. Verkörpert werden die drei Detektive von Julius Weckauf, Nevio Wendt und Levi Brandl. Zu den ein wenig älteren Semestern auf der Besetzungsliste gehören Mark Waschke, Jördis Triebel sowie auch Gudrun Landgrebe.

Die drei ??? – Erbe des Drachen, Deutschland 2022, 100 Minuten, FSK ab 6, von Tim Dünschede, mit Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brandl

Drama «The Son» mit Hugh Jackman und Laura Dern

Berlin (dpa) – «The Son» ist der Nachfolger von Florian Zellers vielgerühmtem Drama «The Father». Hugh Jackman und Laura Dern verkörpern ein Elternpaar, das über der Depression ihres Sohnes verzweifelt. Das Drama erzählt vor allem aus der Perspektive des Vaters Peter (Jackman), der seinen Sohn Nicholas (Zen McGrath) liebt, trotz aller Annäherungsversuche aber nicht zu ihm durchdringt. Nicholas ist depressiv und schwänzt nach der Scheidung seiner Eltern wochenlang die Schule. Er will nicht mehr bei seiner Mutter Kate (Dern) leben, sondern zu seinem Vater ziehen. Dieser ist als Anwalt mit politischen Ambitionen, beruflich sehr eingespannt, außerdem hat er mit seiner neuen Freundin Beth (Vanessa Kirby) ein Baby. Trotzdem nimmt er Nicholas bei sich auf und versucht, ihm wieder etwas Lebenslust beizubringen.

The Son, USA 2022, 123 Minuten, FSK ab 12, von Florian Zeller, mit Hugh Jackman, Laura Dern, Vanessa Kirby, Zen McGrath, Anthony Hopkins

«Caveman» und der Höhlenmensch im Mann

Berlin (dpa) – Der Name ist Programm: «Caveman», Höhlenmensch, heißt die neue Komödie mit Moritz Bleibtreu, Laura Tonke, Martina Hill und Wotan Wilke Möhring, die auf einem Theaterstück basiert. Bleibtreu trifft darin als Bobby Müller sein Alter Ego aus der Steinzeit, Caveman. Der prähistorische Mann wird für Bobby bald zu einem wichtigen Berater in allen Lebenslagen, auch weil es mit seiner Frau Claudia (Tonke) gerade gar nicht gut läuft. Die wichtigste Frage, die Bobby dabei bewegt: Ist der moderne Mann in der modernen Welt gescheitert? Regie führt Laura Lackmann («Mängelexemplar»). In Gastauftritten zu sehen sind unter anderem Jürgen Vogel, Alexandra Neldel und Guido Maria Kretschmer.

Caveman, Deutschland 2023, 100 Minuten, FSK ab 12, von Laura Lackmann, mit Moritz Bleibtreu, Laura Tonke und Martina Hill.

Preisgekröntes Jugenddrama «Close»

Berlin (dpa) – Die beiden vorpubertären Jungen Léo (Eden Dambrine) und Rémi (Gustav de Waele) sind innig miteinander befreundet. Ihre neuen Mitschüler auf dem Gymnasium behaupten deshalb, dass sie ein Liebespaar seien. Danach entfremden sich die Spielkameraden mehr und mehr voneinander. Bis es zu einer radikalen Wendung der Verhältnisse kommt – sowie der zunächst sehr poetischen Stimmung der Geschichte. Auch in «Close», seinem zweiten Spielfilm nach «Girl» (2018), reflektiert der junge belgische Regisseur Lukas Dhont gesellschaftlich geprägte Rollenmuster. Beim 75. Festival von Cannes im Mai 2022 erhielt er dafür den Großen Preis der Jury.

Close, B/NL/F 2022, 105 Minuten, FSK ab 12 Jahre, von Lukas Dhont, mit Eden Dambrine, Gustav de Waele, Émilie Duquenne.