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DFB-Vize: Votum der Vereine wichtiger als bundesweite Lösung

Frankfurt/Main (dpa) – DFB-Vizepräsident Rainer Koch hält es für die richtige Entscheidung, dass die Landesverbände im Amateurfußball in der derzeitigen Corona-Krise ihre eigenen Wege gehen. «Ich finde es in dieser so schwierigen Frage, zu der es schlicht keine, sprich die eine richtige Lösung gibt, gut und richtig, dass jeder Landesverband sich auf ein Votum seiner Vereine stützen kann. Das ist viel wichtiger als eine bundesweit einheitliche Lösung», sagte Koch zur unterschiedlichen Handhabe über Abbruch oder Fortsetzung der laufenden Fußball-Saison.

Dem Amateurkicker aus Stralsund sei es «zurecht völlig gleichgültig, was in Passau passiert», stellte Koch klar. «Verbände müssen mit ihren Entscheidungen nah dran am Menschen sein. Das ist das Grundmotiv für die föderale Struktur unseres Landes. Das Gleiche gilt für den Sport», fügte der 61-Jährige an.

Beim Bayerischen Fußball-Verband, bei dem Koch Präsident ist, hat eine Mehrheit der Clubs für eine Fortsetzung der Spielzeit ab Anfang September plädiert. So könne man bis zum 1. Juli 2021 wenigstens eine Saison retten. «Am 1. Juli 2021 ist alles wieder ordnungsgemäß aufgestellt und die Saison 2021/2022 steht, so denken wir, nicht mehr im Zeichen von Corona. So wird es in den Spielklassen auch keinen verstärkten Abstieg geben müssen», sagte Koch.