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Der Messerstecher von Würzburg hat mehr Menschen verletzt als bisher bekannt.

Insgesamt habe es drei tote Frauen gegeben sowie fünf lebensgefährlich und vier Leichtverletzte. Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einem Landtagsausschuss in München. Bisher war immer nur von zwei Leichtverletzten die Rede. Herrmann sagte, der Täter habe viele Opfer mit einem Küchenmesser angegriffen, dessen Klinge rund 33 Zentimeter lang ist. Vor allem habe der Somalier auf Kopf und Hals der Betroffenen eingestochen. Ob der 24-Jährige gezielt Frauen attackierte, sei aber noch unklar. Joachim Herrmann bekräftigte auch, dass ein islamistischer Hintergrund als Tatmotiv weiter im Raum stehe. Gleichwohl gebe es «gewichtige Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung». Die Ermittler prüften derzeit etwa die Vorgeschichte des Mannes in seinem Heimatland Somalia. Unklar sei, ob er damals regierungskritisch eingestellt gewesen sei und wie er der Terrororganisation Al-Shabaab gegenüberstand. Der 24-Jährige war bereits mehrmals wegen psychischer Probleme aufgefallen. Bisher hätten die Behörden aber keine Hinweise darauf gehabt, dass der Mann andere Menschen gefährden könnte.