Denkmalamtschef: Münchner Hochhäuser stören Sichtachse

Nach Ansicht des Leiters des Landesamts für Denkmalpflege würden zwei geplante Hochhäuser den Blick auf die Münchner Innenstadt stören. «Münchens Silhouette wird geprägt durch Kirchen und historische Verwaltungsgebäude. Mit diesem Blick nach Süden, Richtung Alpen, identifiziert man München», sagte Mathias Pfeil der «Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe). «Die Sichtachse in Richtung Stadt würde durch die Türme gestört.»

Aus Sicht des Denkmalschutzes spreche auch die Nähe zum Nymphenburger Schloss gegen die 155 Meter hohen Hochhäuser an der Paketposthalle. «Dort gibt es noch ein relativ ungestörtes barockes Ensemble, das hat auch einen emotionalen Aspekt», sagte Pfeil. In der Stadt gebe es eigentlich «genug Plätze, wo Hochhäuser unproblematisch sind, im Norden oder Osten, in der Nähe der BMW-Welt, beim Hypo-Hochhaus oder am Vogelweideplatz. Dort, wo München modern ist.»

Der Schweizer Star-Architekt Jacques Herzog plant mit seinem Büro derzeit ein Neubauquartier rund um die denkmalgeschützte Paketposthalle in München mit zwei 155 Meter hohen Türmen. Daran gibt es Kritik – ein Bürgerbegehren läuft. «Der Stadt mit weiteren einzelnen Hochhäusern ein neues Gepräge zu geben, das fände ich interessant», hatte Herzog der «Süddeutschen Zeitung» zuletzt gesagt.