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Denkmäler in Bayern digital erkunden

Lauf an der Pegnitz (dpa/lby) – Am Tag des offenen Denkmals können die Menschen in Bayern normalerweise Orte erkunden, die sonst nicht zugänglich sind. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Die Denkmäler präsentieren sich nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am 13. September ausschließlich digital. Normalerweise zieht der Aktionstag am zweiten Sonntag im September Tausende Besucher an. Zuletzt waren es deutschlandweit mehr als drei Millionen.

Im Freistaat laden heuer rund 55 Denkmäler zu virtuellen Rundgängen ein. Es können aber noch weitere dazukommen, da die Liste nach Angaben der Stiftung bis zum Aktionstag täglich ergänzt wird.

In Lauf an der Pegnitz bei Nürnberg können Internetnutzer zum Beispiel den Glockenturm der Johanniskirche erkunden und von dort einen Rundblick übers Nürnberger Land genießen. In einem 360-Grad-Rundgang können Interessierte das barocke Kloster im schwäbischen Roggenburg besichtigen, was sonst nur bei Führungen möglich ist. Kurze Texte informieren über die historischen Räume, Videos gehen ausführlicher auf besondere Ereignisse und Personen ein.

In Passau lädt das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus zu einer filmischen Begehung und zum Nachdenken ein. Historiker haben dazu Menschen nach ihren Eindrücken gefragt, die daran vorbeigekommen sind. Auch durch die Gemeindekirche St. Ulrich in Neu-Ulm kann man virtuell spazieren. Diese hat romanische Ursprünge und ist damit noch älter als der berühmte Ulmer Münster.

Jetzt können dieses Kleinod auch Menschen aus anderen Regionen kennenlernen. Denn der Vorteil des digitalen Tags des offenen Denkmals ist nach Angaben der Stiftung, dass man sich überall in Deutschland umschauen kann. Außerdem können auch weniger mobile Menschen virtuell in schwer erreichbare Kellergewölbe oder auf Turmspitzen reisen.