© Christoph Soeder

Demo von Cinestar Beschäftigten in Bamberg-Betreiber äußert sich.

Beschäftigte des Bamberger Cinestar Multiplex-Kinos haben Samstag vor dem Atrium gegen das Aus des Kinos demonstriert. Wie die Gewerkschaft Ver.di aktuell  mitteilt, verstehen sie nicht, warum hier Schluss ist. Immerhin wolle die Regierung unter Auflagen die Öffnung der Kinos wieder gestatten.  40 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Stadt Bamberg möchte sich nochmals mit der Cinestar-Geschäftsführung in Verbindung setzen, um das Aus zu verhindern.

Der bisherige Betreiber befindet sich mit den Investoren in einer juristischen Auseinandersetzung. Es geht um Sicherheitsfragen oder Brandschutzgutachten, so Cinestar Geschäftsführer Oliver Fock gegenüber Radio Bamberg. Ende März 2020 habe die Eigentümerin den Mietvertrag für das Kino fristlos gekündigt und CineStar zur Räumung aufgefordert. Vorbehaltlich einer Klärung der Rechtslage sei CineStar dieser Aufforderung bisher nicht nachgekommen. Die Eigentümer selbst haben auf Radio Bamberg Nachfrage erklärt, dass Mitte nächster Woche Bewegung in die Angelegenheit kommen könnte.

 

Hier die Reaktion der Betreiber gegenüber Radio Bamberg:

Statement von CineStar Geschäftsführer Oliver Fock:

„Wir betreiben das CineStar Bamberg seit Ende 2000 und haben den Kinointeressierten der Stadt Bamberg seitdem – in den letzten Jahren unter schweren Bedingungen in einem sonst leer stehenden Center – hervorragende Filmerlebnisse geboten;

·        Anfang Juli 2020 wurden im Rahmen der von der Gebäudeeigentümerin begonnenen Abrißarbeiten im und am Center massive Eingriffe in Gebäudeeinrichtungen vorgenommen, die u.a. für die Sicherheit unserer Kinogäste Relevanz haben.

·        Im August 2020 hat sich die Eyemaxx Lifestyle Development 5 GmbH & Co. KG als Eigentümerin des Atriums im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches dazu verpflichtet, ein ordnungsgemäßes Brandschutzgutachten vorzulegen, das den Betrieb des Kinos ermöglicht. Dieser Verpflichtung ist die Eigentümerin nach Auffassung vom CineStar nicht nachgekommen.

·        Seit Beginn der Abrißarbeiten ist das Kino vom CineStar nicht mehr in Betrieb genommen worden, weil die Sicherheit unserer Gäste absoluten Vorrang hat.

·        Ende März 2020 hat die Eigentümerin den Mietvertrag für das Kino fristlos gekündigt und CineStar zur Räumung aufgefordert. Vorbehaltlich einer Klärung der Rechtslage ist CineStar dieser Aufforderung bis dato nicht nachgekommen.

Wir befinden uns dazu in der juristischen Auseinandersetzung.

Mit unseren Mitarbeitern haben wir die Verhandlungen hinsichtlich Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen.“

 

 

Hier die Info von ver.di:

Protestaktion gegen die Schließung des Bamberger CineStar-Kinos

 

 

Am Samstag, 15. Mai 2021, um 13:00 Uhr versammeln sich Beschäftigte des CineStar Bamberg vor dem Atrium, um gegen die beschlossene Schließung des Kinos zu protestieren.

Zirka 40 Beschäftigte werden ihren Arbeitsplatz verlieren, die Stadt Bamberg und das Umland das einzige Multiplex-Kino.

Gerade jetzt, wo die Regierung unter Auflagen die Öffnung der Kinos wieder gestatten will, unterrichtet die Kino-Geschäftsleitung den Betriebsrat, dass der Mietvertrag mit dem Atrium-Betreiber gekündigt sei und dass sie nicht beabsichtige, den Spielbetrieb nach der Sanierung des Atriums wieder aufzunehmen.

Lange vor der Pandemie-bedingten CineStar-Schließung hat der Umbau des Atriums begonnen, der Exodus der Mieter und das nach und nach leerstehende Gebäude waren da kein Grund, das gut besuchte Kino zu schließen – warum also jetzt, wo die Öffnung wieder möglich wird?

Diese Frage stellen sich die enttäuschten Beschäftigten und deren Betriebsrat.