Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz., © Johannes Neudecker/dpa

DBK-Vorsitz: Debatte um Heiligsprechung Benedikts verfrüht

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, hält eine Diskussion über eine Heiligsprechung des verstorbenen Papstes Benedikt XVI. für verfrüht. «Ich finde nicht, dass jetzt der Zeitpunkt ist», sagte der Bischof von Limburg am Donnerstag in Rom nach der Trauerfeier für den emeritierten Papst. Dieser war am Silvestermorgen im Alter von 95 Jahren gestorben.

Es sei üblich, erst nach einigen Jahren anzufangen, zu ergründen, «ob jemand zur Seligkeit der Kirche berufen» sei. Dass der 2005 gestorbene Johannes Paul II. schnell selig- und 2014 auch im Rekordtempo heiliggesprochen wurde, sei «ein ungewöhnlicher, außergewöhnlicher Akt» gewesen. «Das kann man nicht wiederholen in dieser Weise.»

Nach der Totenmesse für Johannes Paul II., die Ratzinger damals als Kardinaldekan leitete, hatten zahlreiche Gläubige auf dem Petersplatz «Santo subito»-Sprechchöre angestimmt: «Sofort heilig». Auch nach dem Requiem für Benedikt XVI. gab es solche Rufe, allerdings nur sehr vereinzelt.