© Bernd von Jutrczenka

Das Klinikum Fürth hat in einem Brandbrief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geschickt.

Darin warnt es vor einem Zusammenbruch der deutschen Krankenhäuser unter der Last der Corona-Pandemie. «Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem ich den Eindruck habe, dass es einen Weckruf an die Politik braucht, da es sonst für manche Entscheidungen in dieser zweiten Welle bald zu spät sein wird», schrieb der Pandemiebeauftragte des Klinikums, Manfred Wagner. «Schon jetzt haben wir mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen als damals – und der Winter steht uns erst noch bevor», so Wagner. Im Frühjahr habe die Politik die Krankenhäuser verantwortungsvoll und geplant heruntergebremst, um die Corona-Patienten versorgen zu können, heißt es in dem Schreiben weiter. «Jetzt lässt man die Krankenhäuser an die Wand der Überlastung fahren.» Mit dem Brief fordert das Klinikum Fürth eine Entlastung der Kliniken. Der Regelbetrieb muss reduziert werden und das muss von der Regierung finanziell abgesichert werden, so der Tenor des Schreibens.