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Das Erzbistum Bamberg hat heute seine Zahlen zur Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht

Demnach wurden bei der Untersuchung von insgesamt 1711 Personaldaten – aus dem Zeitraum von 1946 bis 2015 – 41 Akten mit Missbrauch und Grenzverletzungen entdeckt. Gezählt wurden dabei insgesamt 88 Opfer im Alter zwischen 4 und 20 Jahren. Darunter beispielsweise 20 Ministranten, 20 Religions- oder Internatsschüler sowie 7 Betroffene aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Nach der Veröffentlichung der Zahlen rief der Bamberger Generalvikar Georg Kestel dazu auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Zudem sehe er die Notwendigkeit, über den Zölibat – also die Verpflichtung von Priestern zur Ehelosigkeit – zu diskutieren. Dazu gehöre unteranderem auch der Umgang mit Homosexualität. Die Themen Missbrauch, Übergriffe und Sexualität sollten seiner Meinung nach künftig auch stärker in die Priesterausbildung mit einbezogen werden, so Kestel, der allen Opfern sein Mitgefühl aussprach. 

 

Hier ein Beitrag von Marc Peratoner: