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«Das Beste aus beiden Welten»: Grüne gern Koalitionspartner

München (dpa/lby) – Die Grünen in Bayern bedauern, dass die CSU aller Voraussicht nach mit den Freien Wählern koalieren will – und nicht mit ihnen. «Wäre das nicht auch eine Chance gewesen, das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen?», sagte der Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann am Montag in München. «Ökologie und Ökonomie.» Er hätte ein Bündnis mit den Christsozialen als sehr spannende Aufgabe gesehen und nicht als Zerreißprobe. «Jetzt wird es leider wahrscheinlich so nicht kommen.»

Nach der Landtagswahl, bei der seine Partei mit 17,5 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft wurde und sogar sechs Direktmandate holte, sieht Hartmann die Grünen «in der bürgerlichen Mitte» angekommen. «Wenn man in München fünf Direktmandate holt», sei das ein klares Zeichen dafür. Ohnehin sei das Rechts-Links-Schema ein Muster, in das die Grünen aus seiner Sicht «gar nicht so reinpassen».

Seine Kollegin im Grünen-Spitzenduo, Katharina Schulze, sagte, man müsse Parteipolitik heute an «zwei anderen Polen» ausrichten: «Machen wir Europe United oder Nationalstaat first?» «Wir sind auf der pro-europäischen, liberalen Demokratie-Seite.»