© Daniel Karmann

Corona überschattet Amtszeit vom neuen Christkind

Nürnberg (dpa/lby) – Die steigenden Infektionszahlen überschatten erneut die Amtszeit des Nürnberger Christkinds. Die 17-jährige Teresa Windschall wird deshalb nicht so viele Auftritte als Christkind haben wie sonst üblich. Etwa 100 Termine werde sie in der Adventszeit absolvieren, sagte die Christkind-Betreuerin der Stadt Nürnberg, Susanne Randel. Normalerweise wären es um die 180 gewesen. Gestrichen seien alle Besuche auf dem Christkindlesmarkt und Rundgänge auf Märkten in der Region.

Die Stadt hatte die Schülerin in der vergangene Woche zum neuen Christkind gekürt. Sie wird diese Aufgabe nun zwei Jahre lang übernehmen. Dazu gehört auch die Eröffnung des weltberühmten Christkindlesmarkt – in diesem Jahr wird sie das wegen der Corona-Pandemie aber nicht live vom Balkon der Frauenkirche, sondern per Fernsehübertragung machen.

Kindergärten, Altenheime und andere Einrichtungen wird das Christkind jedoch wie jedes Jahr besuchen – allerdings wird es draußen vor der Tür bleiben und Abstand zu seinen kleinen und großen Fans halten. Kinder werden ihre Wunschzettel deshalb nicht dem Christkind direkt überreichen können, sondern können diese in einen Korb legen. Auch die Geschenke werden so übergeben. «Den direkten Kontakt wird es heuer leider nicht geben», sagte Randel.

Am Dienstag kommender Woche wird Teresa Windschall erstmals ihr engelsgleiches Kostüm, bestehend aus einem mit Sternen verzierten Kleid, goldenen Flügeln, blonder Lockenperücke und Krone, anprobieren. Die Kostümabteilung des Staatstheaters Nürnberg hat das Ornat – wie es offiziell heißt – extra für sie angefertigt.

© dpa-infocom, dpa:211111-99-950547/2