Corona-Regeln: Schließung von Fitnessstudios in Bayern gekippt

Zehn Tage nach dem Beginn des Teil-Lockdowns hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof folgende Corona-Schutzmaßnahme aufgehoben: Die komplette Schließung von Fitnessstudios ist unzulässig - sie dürfen wieder öffnen.

Die komplette Schließung von Fitnessstudios während des Teil-Lockdowns im Freistaat verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz und ist nicht verhältnismäßig. Das entschied jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und setzte das Betriebsverbot für Fitnessstudios in der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Vollzug.

 

Auch in Fitnessstudios muss Individualsport erlaubt sein

Sporthallen und -plätze dürfen laut der Verordnung für den Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands genutzt werden. In Fitnessstudios ist dies aber derzeit nicht erlaubt - sie mussten wie alle weiteren Freizeiteinrichtungen komplett schließen. Nach Einschätzung des Verwaltungsgerichtshofs werden Inhaber von Fitnessstudios mit dieser Regelung benachteiligt, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei. Individualsport müsse daher auch in Fitnessstudios zulässig sein.

 

Fitnessstudios können nur "in stark eingeschränktem Umfang" öffnen

Der Verwaltungsgerichtshof gab mit seiner heutigen Entscheidung dem Eilantrag de Inhabers eines Fitnessstudios statt - allerdings nur zum Teil. Die restlichen Beschränkungen des Freizeitindividualsports wurden von den Richtern "im Rahmen einer Folgenabwägung" bestätigt: Das derzeitige Infektionsgeschehen rechtfertige aus Gründen des Schutzes von Leben und Gesundheit die für den Bereich des Freizeitsports getroffenen Einschränkungen, auch wenn die wirtschaftliche Betätigung in Einrichtungen des Sportbetriebs stark beschränkt werde.

Damit sei auch der Betrieb von Fitnessstudios nur in einem stark eingeschränkten Umfang möglich, stellte der Verwaltungsgerichtshof klar.

(Quelle: br24)