Corona lässt Gesundheitsausgaben kräftig steigen

Im Corona-Jahr 2020 haben die öffentlichen Haushalte deutlich mehr für die Gesundheit ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen deren Gesundheitskosten um 70,2 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Fürth mitteilte. Dafür verantwortlich seien die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gewesen wie Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser und andere Einrichtungen, Corona-Tests und die im Dezember 2020 begonnene Impfkampagne.

Auch insgesamt nahmen die Gesundheitsausgaben in Bayern 2020 dem Landesamt zufolge überdurchschnittlich zu. Diese erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf rund 69 Milliarden Euro. In den vergangenen fünf Jahren vor Corona waren die Gesundheitskosten demnach durchschnittlich um 4,8 Prozent gestiegen. Pro Kopf wurden in Bayern 2020 rund 5200 Euro für die Gesundheit gezahlt und damit rund 280 Euro mehr als im Vorjahr.