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Corona bremst Liebesglück aus: Weniger Hochzeiten 2020

Fürth (dpa/lby) – Im Corona-Jahr 2020 haben rund zehn Prozent weniger Paare in Bayern geheiratet als noch im Jahr zuvor. 61 138 Menschen gaben sich das Ja-Wort – das sind 7363 weniger als 2019. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch mit.

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung seien maßgeblich für den Rückgang verantwortlich, hieß es. Die Hochzeiten verteilten sich aber übers Jahr ganz unterschiedlich: Besonders zu Beginn der Pandemie verzichteten offenbar viele Paare auf eine Hochzeit oder verlegten sie. Im April 2020 heirateten demnach fast 42 Prozent weniger Paare als in den Jahren davor, im Mai knapp 33 Prozent.

Später im Jahr habe es vermutlich Nachholeffekte gegeben, teilte das Amt mit. Im Oktober gab es sogar rund 22 Prozent mehr Trauungen als in den Vorjahren – viele davon am «Schnapszahltag» 10.10.2020. Für dieses Datum meldeten die Standesämter den Tagesrekord von 1955 Trauungen.

Auch regional gab es leichte Unterschiede: In Ober- und Niederbayern ging die Zahl um 11,8 Prozent zurück, unterfränkische Liebespaare ließen sich bei einem Rückgang von nur 8,5 Prozent offenbar weniger beirren.

Erst im Juni hatten Sprecher vieler bayerischer Städte berichtet, dass es angesichts der gelockerten Corona-Maßnahmen auch in diesem Sommer Nachholbedarf gibt. Vor allem in Passau oder Augsburg stellten die Verantwortlichen zuletzt eine große Nachfrage fest. In München erreiche die Zahl der Eheanmeldungen wieder das Niveau vor der Corona-Krise im Jahr 2019.

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