Die Schauspieler Moritz Bleibtreu und Laura Tonk., © Felix Hörhager/dpa

«Caveman»-Darsteller Moritz Bleibtreu: Kein Probleme-Sammler

Moritz Bleibtreu legt in einer Beziehung großen Wert auf einen offenen Umgang mit Problemen. «Man sollte immer dann Aua sagen, wenn es weh tut», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München anlässlich des Starts des Kinofilms «Caveman» am Donnerstag. «Nicht drüber reden, Dinge nicht benennen, das ist immer schlecht.» Manche Leute neigten dazu, alles erst mal zu sammeln. «Und dann werden mit einem Schlag alle Probleme ausgekippt. Man denkt, es gab nur eins und dann sind es 40.» Das sei ein Riesenproblem, findet der 51-Jährige.

Ein Patentrezept für eine gute Beziehung hat der Schauspieler, der im Sommer seine Freundin Saskia de Tschaschell geheiratet hat, zwar nicht, dafür aber einen guten Rat: «Das fängt damit an, dass man erst mal mit sich selbst okay sein muss. Man muss sich selbst umarmt haben, um überhaupt fähig zu sein, jemand anderem wirklich Liebe weiterzugeben und auch für ihn da zu sein.»

In der Komödie «Caveman» sinniert Bleibtreu als angehender Comedian Bobby bei seinem ersten Auftritt über seine Beziehung mit seiner Frau Claudia (Laura Tonke), mit der es kurz zuvor zum großen Streit gekommen ist. Einige seiner Weisheiten bezieht Bobby aus seinen Gesprächen mit Caveman, seinem Alter Ego aus der Steinzeit, in dessen Welt er hin und wieder eintaucht. Dabei geht es auch um die Einteilung der Menschen in Jäger und Sammler und die Rollenverteilung.

«Männer haben seit Anbeginn der Zeitrechnung immer aus der Position heraus agiert, die – in Anführungsstrichen – Dominanten zu sein. Und Frauen waren immer auf der anderen Seite», findet Bleibtreu. Das sei der massive Unterschied zwischen beiden. Frauen hätten sich immer auf eine ganz andere Art und Weise neu erfinden und definieren müssen, als Männer. «Und das beginnt jetzt gerade aufzubrechen und das ist sehr gut so! Wo das hinführt, wird man sehen.»