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Bus statt Bahn im Landkreis Bamberg!

Zugreisende müssen zwischen Bamberg und Coburg sowie Bamberg und Lichtenfels von heute bis 8. September auf den Bus umsteigen. Nach Informationen der Deutschen Bahn, müssen Teilabschnitte der Strecken für den viergleisigen Ausbau bei Hallstadt im Landkreis Bamberg komplett gesperrt werden. Dadurch ändern sich die Abfahrts- und Ankunftszeiten, außerdem sei die Beförderung von Fahrrädern eingeschränkt. Alle Infos dazu gibt’s unter radio-bamberg.de.

 

Hier die offizielle Pressemeldung der Deutschen Bahn:

 

Die Bauarbeiten für den Ausbau der Bahnstrecke im Bereich Hallstadt machen große Fortschritte. Auf dem fünf Kilometer langen Planungsabschnitt wird die bestehende zweigleisige, elektrifizierte Strecke auf vier Gleise erweitert. Darum ist es nötig, für einige Tage von der Bahn auf den Bus umzusteigen. Fernzüge werden umgeleitet. Von Mittwoch, 2. September 2020 (22 Uhr) bis Dienstag, 8. September 2020 (22 Uhr) wird die Neubaustrecke Berlin-München auf dem Streckenabschnitt Erfurt–Bamberg für den gesamten Zugverkehr gesperrt.

Die ICE-Züge werden zwischen Erfurt und Nürnberg Hbf über Würzburg Hbf (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Dadurch kommt es zu einer um bis zu 90 Minuten späteren Ankunft in Nürnberg und München bzw. um eine frühere Abfahrt an diesen Bahnhöfen. Um die Fahrzeitverlängerung von/nach München zu mindern, fahren ICE-Züge Berlin–Nürnberg–München, die normalerweise über Augsburg fahren, stattdessen über die schnellere Strecke via Ingolstadt (ohne Halt) und halten somit nicht in Treuchtlingen, Donauwörth, Augsburg, München-Pasing.

Die Regionalverkehrszüge werden zwischen Bamberg und Coburg bzw. Bamberg und Lichtenfels durch Busse ersetzt. Hierbei kommt es zu geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten. Die DB bittet die Reisenden dies zu beachten. Die Fahrradbeförderung ist in den Ersatzbussen nur im Rahmen des verfügbaren Platzes möglich.

Fahrplaninformationen finden die Fahrgäste im Internet unter https://bauinfos.deutschebahn.com/bayern. Alle Fahrplanänderungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft im Internet unter www.bahn.de und an den Fahrkartenautomaten eingearbeitet.

Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten im Bereich Hallstadt. Auf dem fünf Kilometer langen Planungsabschnitt wird die bestehende zweigleisige, elektrifizierte Strecke auf vier Gleise erweitert. In der sogenannten Sperrpause werden unter anderem Gleise verlegt, das Aufstellen von Oberleitungs- und Signalmasten vorbereitet, Kabeltrassen hergestellt und Baustraßen angelegt. Die Eisenbahnüberführung „Gründleinsbach“ in Hallstadt wird mit Erde hinterfüllt. Außerdem werden Arbeiten im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik durchgeführt. Auf rund 400 m Länge werden Gründungen für neue Lärmschutzwände eingebracht. Es werden Stahlträger zur Gleissicherung in den Boden eingebracht und die zu verlegenden Langschienen werden schon bereitgelegt.

Trotz Einsatz moderner Geräte und Technologien lassen sich Beeinträchtigungen nicht gänzlich vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet um Verständnis für entstehende Unannehmlichkeiten und Lärmbelästigungen.

Der Abschnitt Hallstadt ist Teil der Schnellfahrstrecke München-Berlin. Sie war mit Fertigstellung der etwa 230 Kilometer langen Neubaustrecken Ebensfeld-Erfurt-Leipzig/Halle (Saale) im VDE 8 Ende 2017 eröffnet worden. Derzeit folgt abschnittsweise der viergleisige Ausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld. Die Geschwindigkeit ab Ebensfeld in Richtung Süden wird durch den Ausbau auf 230 km/h für die Fernbahngleise erhöht, die Kapazität vergrößert.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.vde8.de/abschnitt-hallstadt und zu den Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn unter: www.bahn.de