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Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Mordes nach Schüssen in Halle

Karlsruhe/Halle/Saale (dpa) – Nach den tödlichen Schüssen in
Halle/Saale ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Mordes von
besonderer Bedeutung. Ob es sich um eine antisemitische Tat handele,
sei noch unklar, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Der Generalbundesanwalt verfolgt Taten terroristischer Vereinigungen.
Ermittlungen gegen Einzeltäter kann er aber dann übernehmen, wenn dem
Fall „besondere Bedeutung“ zukommt, etwa wegen des Ausmaßes der
Rechtsverletzung und der Auswirkungen der Tat.

Bei Schüssen in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind nach ersten
Erkenntnissen zwei Menschen getötet worden. Am frühen Nachmittag
meldete die Polizei die Festnahme einer Person.

Auch in Landsberg, rund 15 Kilometer von Halle entfernt, gab es
Schüsse, bestätigte eine Polizeisprecherin in Halle. Zu den näheren
Umständen des Vorfalls in dem Ort wollte sie zunächst nichts sagen.