Brose Bamberg zieht in die Playoffs ein

77:67: Das war der Endstand, mit dem Brose Bamberg das Ticket für die Playoffs eingetütet hat. Die Bamberger spielten am Abend (08.05.) in der Basketball-Bundesliga gegen die Hamburg Towers und siegten dank einiger starker Phasen im Spiel.

Auch vor dem Spiel gab es schon Grund zum Feiern: Bambergs Kapitän Christian Sengfelder hat seinen Vertrag bis 2025 verlängert. Und er hat Ziele für die kommenden Jahre:

Mit dem Einzug in die Playoffs ist damit auf jeden Fall der richtige Weg eingeschlagen. Radio Bamberg überträgt auch die Playoff-Spiele von Brose Bamberg live.

 

 

Brose Bamberg nach Sieg über Hamburg in den Playoffs

 

Brose Bamberg setze sich in einem Nachholspiel des 22. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga mit 77:67 gegen die Hamburg Towers durch und zog damit zum 21. Mal in Folge in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft ein. Dort geht es ab kommendem Freitag im Viertelfinale gegen Meister und Pokalsieger ALBA BERLIN. Gegen Hamburg taten sich die Bamberger vor 3.777 frenetischen Zuschauern in der ersten Halbzeit schwer, lagen schnell mit acht Punkten hinten und konnten einen anschließend herausgespielten 13-Punkte-Vorsprung nicht in die Pause retten (38:38). Das dritte Viertel war dann das ausschlaggebende, denn Brose dominierte vorne wie hinten und sicherte sich Abschnitt drei mit 27:9. Bester Bamberger Werfer war Justin Robinson mit 20 Punkten.

Oren Amiel: „Was soll ich sagen? Wenn ich mir anschaue, wo wir vor ein paar Monaten waren und wo wir jetzt sind… Wir haben heute gegen eines der am schwersten zu spielenden BBL-Teams gewonnen. Wir haben es geschafft, über weite Strecken ihre Physis und ihre Aggressivität zu matchen. Am Ende zählt für mich nur das Ergebnis. Es interessiert mich nicht, wer gut oder nicht so gut war. Wir haben heute unseren Fans etwas zurückgeben können, was sie mehr als verdient haben. Ich bin unglaublich stolz!“

Brose Bamberg war die Nervosität ob des Entscheidungsspiels zunächst anzumerken. Vorne oftmals zu fahrig und ungenau und in der Verteidigung immer einen Schritt zu weit vom Gegenspieler entfernt hieß es 2:10 nach vier Minuten. Erst allmählich tauten die Hausherren auf, kämpften sich offensiv und defensiv in die Partie und kamen durch einen 10:0-Lauf nicht nur wieder ran, sondern 71 Sekunden vor Viertelende erstmals überhaupt an Hamburg vorbei: 16:14. Maßgeblich beteiligt an diesem Run war Justin Robinson, der sieben Punkte in Folge beitrug. Nachdem Akil Mitchell noch kurz vor der Sirene den Korbleger nachlegte, ging es mit einer Vier-Punkte-Führung in die erste Pause: 19:15.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte dann zunächst komplett den Bambergern, die durch Geben und zwei Dreier von Chris Sengfelder nach zwölf Minuten erstmals zweistellig vorne lagen: 27:17. Kyzlink ließ einen weiteren Distanzwurf folgen und brachte seine Mannschaft damit zwischenzeitlich mit 13 Zählern in Front (30:17, 13.). Danach allerdings folgte der Bruch im Bamberger Spiel. Zwar versuchten die Hausherren vieles, genauso viel wollte nun aber nicht mehr gelingen. Die Folge: die Hamburger kamen zurück ins Spiel, da Brose bis zur Pause lediglich noch acht Punkte gelangen. Die Gäste erzielten deren 21, womit es unentschieden in die Kabinen ging: 38:38.

Das dritte Viertel war dann eines zum Zungeschnalzen aus Sicht der Gastgeber. Die Intensität war von Beginn der zweiten Halbzeit an voll da, vorne wie hinten wurde um jeden Ball gefightet. Dabei bewahrheitete sich einmal mehr der alte Spruch: stehst du hinten gut, kommt es vorne von alleine. Und so war es auch. Offensiv lief die Bamberger Maschinerie von Minute 21 an nahezu perfekt, in der Defensive waren es immer wieder starke Blocks, die die 3.777 Fans ein ums andere Mal von den Sitzen holten. Mit zwei Dreiern von Robinson und Dowe wurde der dritte Spielabschnitt beendet. Das waren die Punkte 24 bis 27 für Brose Bamberg, die ihrerseits gerade einmal neun Hamburger Zähler zuließen und daher folgerichtig mit einer 18-Punkte-Führung ins letzte Viertel gingen: 65:47.

Die Frage für den Schlussabschnitt lautete: kann Brose Bamberg den Vorsprung diesmal ohne zu zittern über die Zeit bringen? Die Antwort ist so einfach nicht, denn Hamburg bekam die zweite und dritte Luft – und Brose zeigte plötzlich das eine ums andere Mal Nerven. Nach einem Dreier von Christen war der Vorsprung drei Minuten vor Ende wieder in den einstelligen Bereich geschrumft, stand es 71:62. Omar Prewitt aber war es, der im Gegenzug ebenfalls den Distanzwurf versenkte, kurz darauf noch einen Freiwurf nachlegte (75:62, 38.). Die letzten 120 Sekunden spielten die Bamberger dann die Zeit clever von der Uhr und gingen nach 40 Minuten beim 77:67 als verdienter Sieger hervor. Der Erfolg – der neunte aus den letzten elf Spielen – war gleichbedeutend mit dem Einzug in die Playoffs – den 21. in Serie. Dort trifft Brose ab kommendem Freitag auf ALBA BERLIN.

Brose Bamberg:
Dowe 6, Lockhart 2, Prewitt 12, Mitchell 4, Omuvwie dnp, Robinson 20, Geben 8, Ogbe 4, Sengfelder 9, Mitchell 12