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Brose Bamberg will zurück in die Spur.

Und das am besten beim vorweihnachtlichen Auswärtsspiel in der Basketball Bundesliga heute Abend. Die Bamberger gastieren bei den HAKRO Merlins Crailsheim. Die Gastgeber mussten, ebenso wie Brose Bamberg, am letzten Spieltag eine Auswärtsniederlage hinnehmen. Jump ist um 20 Uhr 30 – Radio Bamberg berichtet live in Ausschnitten.

 

Hier die ausführliche Pressemeldung des Vereins: 

Brose Bamberg gastiert in einer vorgezogenen Partie des 19. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga bei den HAKRO Merlins Crailsheim. Spielbeginn ist am Donnerstag um 20.30 Uhr.

Die HAKRO Merlins Crailsheim mussten, ebenso wie Brose Bamberg, am letzten Spieltag eine Auswärtsniederlage hinnehmen. Bei der BG Göttingen verlor das Team von Coach Sebastian Gleim mit 76:83. Und das, obwohl T.J. Shorts einmal mehr einen Sahnetag erwischte und zum bereits neunten Mal in dieser Spielzeit zum Topscorer seines Teams avancierte. Allerdings reichten seine 28 Punkte diesmal nicht, um die insgesamt fünfte Niederlage der Saison zu verhindern. Lediglich eine davon gab es in heimischer Halle. Die HAKRO Arena ist also eine kleine Festung, in der aktuell sechs Siege auf nationaler Ebene zu Buche stehen, zuletzt gab es einen Erfolg gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Doch nicht nur in der BBL und im Pokal sind die Baden-Württemberger gut drauf, auch in ihrer ersten internationalen Saison zaubern sie auf. Im FIBA Europe Cup wurde problemlos die zweite Runde erreicht und auch dort hat man zuletzt in heimischer Halle gegen Antwerpen die Oberhand behalten. Angeführt wird das Team dabei, wie erwähnt, vom MVP-Kandidaten T.J. Shorts, der nicht nur teamintern die Scorerwertung anführt, sondern auch ligaweit mit im Schnitt 20,4 Punkten ganz oben auf dem Treppchen steht. Der US-Boy kann aber nicht nur abschließen, sondern auch seine Mitspieler in Szene setzen. 7,5 Assists bringen ihn hierbei auf den zweiten Platz aller Bundesligaakteure in dieser Kategorie. Zumeist gehen die Pässe nach außen zu den Dreierschützen um die beiden Ex-Bamberger Maurice Stuckey und Elias Lasisi. Erstgenannter ist nach einer Covid-Erkrankung seit zwei Wochen wieder zurück im Kader, Lasisi hat am vergangenen Montag nach einer Wadenverletzung erstmals wieder am Training teilgenommen. Beide kommen auf Dreierquoten von 40 Prozent. Besser von außen aber treffen – neben Shorts – noch zwei andere: Jared Savage versenkt durchschnittlich jeden zweiten genommenen Dreier, Jaren Lewis steht ihm da nur unwesentlich nach. Da ist es kein Wunder, dass die Merlins mit im Schnitt erzielten 87,7 Punkten das zweitstärkste Offensivteam der Liga sind. Noch besser sind sie, wenn man sich den Effektivitätswert ansieht. 98,4 stehen da zu Buche, der mit Abstand ligaweite Spitzenwert. Wenn man überhaupt eine statistische Schwäche ausmachen kann, dann sind es die Offensivrebounds. Da holen die großen Spieler um Fabian Bleck und Bogdan Radosavljevic nämlich im Schnitt lediglich 8,9 – der zweitschlechteste Wert in der BBL.

 

Auf Statistiken allerdings darf sich Brose Bamberg nicht verlassen. Das Team von Oren Amiel muss dringend zurück in die Erfolgsspur finden, um die Serie von zuletzt sechs Niederlagen aus den vergangenen sieben Spielen etwas freundlicher gestalten zu können. Dazu bedarf es allerdings einer enormen Steigerung im Vergleich zu den letzten Partien gegen Bayreuth und in Chemnitz. War es offensiv in beiden Fällen noch einigermaßen passabel, so ließen die Bamberger in der Defensive so ziemlich alles vermissen, was es benötigt, um in der BBL bestehen zu können. So sah es auch Amiel nach der Partie in Chemnitz: „Wenn wir unsere Verteidigung nicht dramatisch verbessern, werden wir in einer so starken Liga wie der BBL keine Spiele gewinnen.“ Dass es Brose (besser) kann, hat das Team bereits mehrfach bewiesen, in dem es etwa Frankfurt, Heidelberg und den aktuellen Tabellendritten Göttingen bei durchschnittlich um die 70 Punkten hielt. Offensiv ist nach wie vor auf Christian Sengfelder Verlass. Der Kapitän ist mit im Schnitt 19 erzielten Zählern bester Werfer seines Teams, gefolgt von Justin Robinson (13,0) und Omar Prewitt (12,7). Wohl fühlt sich auch Bambergs letzter Neuzugang Akil Mitchell, der in Chemnitz noch zu den besseren Spielern gehörte und 18 Punkte und sechs Rebounds beisteuern konnte. Nichts desto trotz bedarf es einer klaren Leistungssteigerung aller, um in Crailsheim bestehen zu können.

 

Akil Mitchell: „Natürlich ist die aktuelle Situation unbefriedigend. Wir sind nun alle gemeinsam gefordert, da raus zu kommen. Das geht nur über Einsatz. Wir arbeiten hart im Training, bekommen das aber aktuell nicht auf dem Parkett umgesetzt. Das ist ein Problem, das es schnellstmöglich abzustellen gibt. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen, denn alles, was ich bisher gesehen habe, ist ein Team, das will, das sich für den anderen aufopfert – das aber eben jetzt auch einmal ein Erfolgserlebnis braucht. In Crailsheim ist klar, dass wir das Spiel nur über die Defense gewinnen können. Wir müssen eng am Mann stehen, dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen. Wir werden in jedem Fall alles geben, um die schlechten Spiele vergessen zu machen.“

 

Nach dem Weihnachtsspiel geht es für Brose Bamberg geballt weiter. Am 27. Dezember kommen die MHP RIESEN Ludwigsburg in die BROSE ARENA, zwei Tage später sind die Bamberger in Weißenfels beim SYNTAINICS MBC gefordert. Das neue Jahr beginnt dann am 2. Januar mit dem Oberfranken-Oberbayern-Derby gegen den FC Bayern München Basketball.