© Lukas Schulze

Brose Bamberg verliert knapp in letzter Sekunde

Brose Bamberg musste sich gestern zum Rückrundenauftakt der easyCredit Basketball Bundesliga geschlagen geben. Bei den NINERS Chemnitz unterlagen die Bamberger am Ende knapp mit 83:86.

 

 

Hier die offizielle Mitteilung des Vereins:

 

Brose Bamberg musste sich zum Rückrundenauftakt der easyCredit Basketball Bundesliga bei den NINERS Chemnitz mit 83:86 geschlagen geben. Das Spiel entschied sich in der letzten Sekunde, nachdem Marcus Thornton seinen sechsten erfolgreichen Dreier einnetzte. Die Dreier waren es auch, die Bamberg am Ende das Genick brachen. 61 Prozent (14/23) trafen die Gastgeber. Bei Brose fehlten verletzungsbedingt Larson (Knie), Fieler (Daumen) und Ruoff (Fuß). Zu diesen drei gesellte sich auch Joanic Grüttner-Bacoul, der sich im Spiel in Frankfurt einen Kahnbeinbruch im linken Handgelenk zugezogen hatte und nun ebenfalls mehrere Wochen ausfallen wird. Bester Bamberger Werfer war Devon Hall mit 20 Punkten.

Johan Roijakkers: „Glückwunsch an Chemnitz. Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Am Ende hatten wir keine Energie mehr und mussten den Umständen Tribut zollen. Mit den vielen Verletzten, die wir aktuell haben, kann ich meinem Team nur ein Kompliment machen, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat.“

Im ersten Viertel dominierten beide Offensivreihen. Oder anders: Verteidigung fand auf beiden Seiten nur rudimentär statt. Den besseren Beginn in diesem Shoot Out erwischten die Gastgeber, die in den ersten viereinhalb Minuten vier Dreier trafen und Brose dementsprechend folgerichtig mit neun Punkten zurücklag: 9:18. Erst allmählich kamen die Gäste vorne besser ins Laufen, machten das Wettschießen mit und trafen bis Viertelende ebenfalls vier Dreier. Da aber Chemnitz nochmals zwei einstreute, blieben die Hausherren durchgehend vorne. Kenny Ogbe hielt Bamberg durch elf Punkte, darunter zwei Dreier, im Spiel, so dass der Bamberger Rückstand nach zehn Minuten lediglich fünf Zähler betrug: 27:32.

Im zweiten Viertel wurde dann auch verteidigt. Und das zunächst auf beiden Seiten. Freie Würfe wurden nun Mangelware, die Punkteausbeute war entsprechend gering. Nach einem Hall-Dreier war Brose nach gut 14 Minuten wieder auf zwei Zählern dran: 34:36. Erstmals ausgleichen konnten die Gäste aber erst gut vier Minuten später. Bennet Hundt traf den Distanzwurf zum 43:43. Und Bamberg war nun am Drücker, stand defensiv stark und traf vorne weiterhin hochprozentig von jenseits der 6,75m-Linie (9/16 in der ersten Hälfte). Bis zur Pause versenkten noch Sengfelder und abermals Hall jeweils den Dreier. Brose gewann Viertel Nummer zwei mit 22:11 und ging mit einer Sechs-Punkte-Führung in die Pause: 49:43.

Den Vorsprung konnte Christian Sengfelder gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit auf acht Punkte ausbauen (51:43, 21.). Chemnitz aber kämpfte, traf durch Thornton und Mike bis Mitte des dritten Viertels zwei Dreier und kam so wieder sukzessive ran (58:57, 26.). Ein And1 von Harris brachte Brose nach gut 28 Minuten erstmals seit längerer Zeit beim 60:61 wieder in Rückstand, Kenny Ogbe per Dreier und Devon Hall sorgten jedoch mit den letzten Aktionen des dritten Abschnitts dafür, dass die Führung nicht nur wieder wechselte, sondern nach 30 Minuten auch wieder vier Punkte betrug: 65:61.

Der Schlussabschnitt war dann ein äußerst spannender. Chemnitz traf gleich zu Beginn den Dreier, kam somit wieder auf einen Zähler ran. Für Brose waren Ogbe und Hall per Freiwurf erfolgreich (68:67, 32.). Zwischen Minute 33 und 36 nahm sich Brose dann allerdings eine Komplettauszeit. Vorne ging nichts mehr rein, hinten konnten die Hausherren nicht mehr gestoppt werden. Die Folge war ein 10:0-Lauf der Chemnitzer, die Bamberg damit mit neun Zähler in Rückstand brachten (68:77, 37.). Aber die Gäste fingen sich, kamen aus dem kleinen Loch heraus und sorgten ihrerseits mit einem 11:0-Lauf 70 Sekunden vor Schluss für den abermaligen Führungswechsel: 79:77. Die Endphase war dann hochdramatisch. Bennet Hundt traf 8,5 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum erneuten Ausgleich, nachdem vorher unter anderem Thornton per Dreier für Chemnitz erfolgreich war: 82:82. Die letzte Aktion hatten die Hausherren. Sie gingen über – natürlich – Thornton, der den Dreier Mitten ins Bamberger Herz traf. Brose verlor mit 83:86 bei den NINERS Chemnitz.