Ein Spielball liegt auf dem Platz., © Tobias Hase/dpa/Archivbild

Brose Bamberg spielt gegen Würzburg

In der Basketball Bundesliga ist das Team von Brose Bamberg zu Gast bei den Würzburg Baskets. Anders als die Unterfranken ist Brose Bamberg mit einem Erfolg ins neue Jahr gerutscht. Der Sieg gegen Heidelberg sei allerdings nur die Hälfte wert, wenn das Team nicht nachlegt, so Headcoach Oren Amiel. „Jetzt müssen wir weiter dranbleiben und Konstanz in unsere Leistung bringen.“ Jump ist um 20:30 Uhr. Radio Bamberg berichtet live in Ausschnitten.

 

Pressemitteilung von Brose Bamberg

 

Die Würzburg Baskets haben das Jahr 2022 mit einer Niederlage beendet, mussten sich mit 73:96 bei den Veolia Towers Hamburg geschlagen geben. Dabei war die Partie eigentlich bereits nach dem ersten Viertel verloren, das die Würzburger mit 9:29 abgeben mussten. Und dennoch: alles in allem können die Unterfranken mit dem bisher gezeigten durchaus zufrieden sein. Mit einer ausgeglichenen Bilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen steht das Team von Saša Filipovski derzeit auf Platz acht und damit einem Playoffrang. Überhaupt hat der Slowene das Ruder in Würzburg seit seinem Amtsantritt im Dezember 2021 rumgerissen. Zwar gingen die ersten sechs Spiele unter seiner Führung verloren, aber das Derby gegen Brose im Februar 2022 brachte die Wende für ihn und sein Team. Damals war es Cameron Hunt, der 1,8 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Freiwurf zum 90:89-Erfolg seiner Mannschaft traf und den ersten Sieg im Jahr 2022 eintütete. Der sollte auch die Wende in der Amtszeit Filipovskis bringen, denn seither hat der Slowene 16 von 28 Ligapartien gewinnen können. Die letzte dabei am 2. Weihnachtsfeiertag des letzten Jahres mit 87:78 gegen Crailsheim. Da wie auch über die gesamte bisherige Saison gesehen war und ist Cameron Hunt Würzburgs bester Werfer. Der US-Amerikaner erzielte bis dato im Schnitt 18,3 Punkte pro Partie, was ihn nicht nur zum teaminternen Topscorer macht, sondern auch ligaweit Platz fünf der besten Punktesammler bedeutet. Mit Stanley Whittaker (17,5 Punkte/Spiel) folgt sein Teamkollege auf Platz neun. Beide gemeinsam sind damit durchschnittlich für mehr als ein Drittel der Würzburger Punkte (84,7/Partie) verantwortlich. Die Baskets sind dabei das Team der easyCredit BBL, das mit im Schnitt 45 die meisten Würfe aus dem Zweierbereich nimmt. Dafür stehen sie mit durchschnittlich 19 Dreierversuchen auf dem letzten Platz. Alles in allem aber zeigten sich die Unterfranken bislang extrem treffsicher, trafen knapp 49 Prozent aller Wurfversuche, ligaweit Platz drei. Probleme indes bereitet bis dato der Defensivrebound. 22,3 abgegriffene Bälle am eigenen Brett im Schnitt bedeuten ligaweit den vorletzten Platz in dieser Kategorie. Gar letzter sind die Würzburger, wenn es um Assists geht. Da verteilten sie bislang nämlich lediglich knapp 15 Stück pro Partie. Und dennoch: sechs Siege aus zwölf Spielen zeigen, dass die Unterfranken eine eingespielte Truppe sind, die vor allem Kampfgeist besitzt – und extrem ausgeglichen agiert. Bis auf den erst in einer Partie zum Einsatz gekommenen Elijah Ndi konnte sich bereits jeder einzelne Würzburger Spieler in die Scorerliste eintragen. Neben den bereits erwähnten Hunt und Whittaker traf auch C.J. Bryce bislang im Schnitt zweistellig (15,7). Bester Rebounder ist Filip Stanic (5,5), bester Assistgeber Whittaker (5,1).

 

Anders als Würzburg ist Brose Bamberg mit einem Erfolg ins neue Jahr gerutscht. Beim Debüt ihres Neuzugangs Gerel Simmons überzeugte Brose dabei auf nahezu ganzer Linie und sicherte sich beim 101:74 gegen Heidelberg den höchsten Saisonsieg. Simmons war mit 20 Punkten direkt bester Bamberger Werfer, jedoch zeigte das gesamte Team eine ansprechende Leistung, setzte jeder jeden in Szene (25 Assists), kämpfte jeder für den anderen. Der Lohn waren begeisterte 3.733 Zuschauer in der BROSE ARENA und der vierte Saisonsieg. Der ist allerdings nur die Hälfte wert, wenn die Bamberger nun nicht nachlegen, die Leistung konservieren. Das hatte auch Cheftrainer Oren Amiel direkt nach der Partie gefordert: „Wir alle haben uns den Saisonbeginn anders vorgestellt. Aber jeder von uns hat das Selbstbewusstsein und den Glauben an sich, an das Team, an den Club, daran, dass wir diese Phase hinter uns lassen können. (…) Jetzt müssen wir weiter dranbleiben und Konstanz in unsere Leistung bringen.“ Gegen Würzburg wird es einmal mehr darauf ankommen, dass Brose sein Spiel über die gesamten 40 Minuten physisch und mental auf höchstem Level absolviert. Das war gegen Heidelberg vor allem offensiv der Fall. Die Konzentration war über die gesamte Spielzeit hoch, die Trefferquote ebenfalls (66,7 Prozent aus dem Zweier-, 44,4 Prozent aus dem Dreierbereich, insgesamt 56,7 Prozent Gesamtwurfquote). Alle eingesetzten Spieler konnten punkten. Und trotzdem: keiner im Team denkt nun, dass es einfach so weitergehen wird. Die Trainingseinheiten waren und sind daher weiterhin konzentriert, fokussiert. Am Ende war es gegen Heidelberg lediglich ein Sieg, den es nun – da ist das Thema wieder – zu konservieren und auszubauen gilt. Am besten dabei natürlich bereits am Mittwoch in Würzburg. Die Statistik spricht in jedem Fall klar für Bamberg, denn von den 37. Frankenderbys gingen bislang 30 nach Oberfranken. Aber, Statistiken sind Statistiken, es zählt auf dem Parkett. Und da zeigt sich Würzburg in diese Saison bislang stabiler als Brose. Für die Bamberger punkteten bis dato Patrick Miller (14,5/Spiel) und Christian Sengfelder (12,8) am konstantesten. Broses Kapitän ist mit durchschnittlich 5,4 Rebounds auch bester Balleinsammler seines Teams, wohingegen Miller mit im Schnitt 5,3 die meisten Assists verteilt.

 

Gerel Simmons: „Natürlich war das Spiel gegen Heidelberg ein Einstand nach Maß. Dennoch: es war nur ein Spiel, ich muss und will diese Leistung weiter zeigen und dem Team damit helfen, weiter voran zu kommen. Gegen Würzburg wird es schwer. Sie haben viele gute Spieler, die allesamt scoren können. Zudem ist es ein Derby, das bringt nochmals eine andere Atmosphäre. Dennoch denke ich, dass wir gut vorbereitet zu ihnen fahren werden. Wir werden uns einen Gameplan zurechtlegen, der auf sie zugeschnitten ist, sie ihrer Stärken beraubt und unsere zur Geltung kommen lässt. Der Sieg gegen Heidelberg hat uns Selbstbewusstsein gegeben, das wollen wir nun in Würzburg weiter ausbauen.“

 

Nach dem Frankenderby steht am Samstag das erste Heimspiel des Jahres 2023 an. Um 18 Uhr empfängt Brose Bamberg die EWE Baskets Oldenburg in der BROSE ARENA. Das Spiel steht unter dem Motto „Bundesligaaufstieg 1960/1970“. Zu Gast sind einige Spieler der damaligen Aufstiegsmannschaft, zudem gibt es eine große Choreografie der Sektion Südblock. Tickets sind unter brosebamberg.de/tickets erhältlich, zudem im Fanshop in der Kornstraße und an der Tageskasse.