Ein Basketball landet im Korb., © Andreas Gora/dpa/Symbolbild

Brose Bamberg siegt in Rostock – Verpflichtung von Patrick Miller fix

Brose Bamberg Fans können aufatmen: Nach 5 Niederlagen haben die Bamberger jetzt endlich ein Spiel gewonnen. Brose Bamberg siegte am Abend (06.11.) in der Basketball Bundesliga mit 97:86 bei den Rostock Seawolves.

Das nächste Spiel in der Basketball Bundesliga für Brose Bamberg ist am 19. November. Da sind die Fraport Skyliners zu Gast bei den Bambergern. -Radio Bamberg überträgt auch dieses Spiel live in Ausschnitten.

 

 

Unterdessen hat Brose Bamberg Patrick Miller verpflichtet. Wie der Verein mitteilt, bekommt er einen Vertrag bis Saisonende. Der 30-jährige US-Amerikaner spielte zuletzt für den litauischen Erstligisten Juventus Utena.

 

 

 

 

 

Hier die Infos von Brose Bamberg:

Brose Bamberg holt in Rostock ersten BBL-Sieg

 

Brose Bamberg gewann am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den ROSTOCK SEAWOLVES mit 97:86 und sicherte sich damit den ersten Saisonsieg. Zwar gaben die Bamberger einen zwischenzeitlichen 14-Punkte-Vorsprung (28:14, 11.) zur Pause wieder ab (47:49). Eine vor allem aber defensiv starke zweite Halbzeit, zudem die gut aufgelegten Wohlrath (17), Chachashvili (12) und Young (20) sicherten am Ende den verdienten Erfolg.

Oren Amiel: „Ich möchte mit einem Dank an die Fans beginnen. Wir haben die letzten Wochen nicht die Ergebnisse gebracht, die wir uns gewünscht und die sie verdient gehabt hätten. Und dann komme ich hier in die Halle und hinter uns sind 50 lautstarke Bamberger, die uns das gesamte Spiel gepusht haben. Das ist viel mehr als Basketball, das sagt so viel aus über sie, über unseren Club. Zum Spiel: wir haben gut angefangen, haben mit Selbstvertrauen gespielt. Ein paar Jungs sind heute vorausgegangen, allen voran Kevin Wohlrath und Solomon Young. Wir haben gegen das bis dato beste Offensivteam gespielt, haben sie gut verteidigt. Am Ende hat man gesehen: solche Teams wie Rostock geben nie auf. Das haben aber auch wir nicht. Es war ein großer Sieg für uns.“

Brose kam gut ins Spiel, war von Beginn an physisch und mental voll auf der Höhe und ging durch einen 7:0-Lauf nach gut dreieinhalb Minuten mit 9:4 in Führung. Kurz darauf traf Solomon Young den Dreier, Kariniauskas legte den Korbleger nach (14:6, 7.). Vor allem defensiv standen die Gäste stark, ließen kaum einfache Rostocker Würfe zu. Nach einem Reaves-Dreier betrug die Führung erstmals zehn Punkte (19:9, 9.). Zwar kamen die Hausherren nochmals etwas auf, erzielten vier Zähler in Serie, doch mit der Sirene war es Patrick Heckmann, der aus gut neun Metern den Buzzerbeater zur 24:13-Viertelpausenführung einnetzte.

Im zweiten Viertel blieb es zunächst dabei, Brose war die spielbestimmende Mannschaft und lag nach einem Vier-Punkte-Spiel von Heckmann nach elf Minuten mit 14 Zählern in Front: 28:14. Erst allmählich kamen die Hausherren ihrerseits offensiv besser ins Spiel, bedingt auch, da die Schiedsrichter einige Situationen zugunsten der Rostocker auslegten. Eine Zahl hierfür: Brose kam im zweiten Abschnitt auf elf Fouls (Rostock auf vier), die daraus resultierenden 19(!) Freiwürfe trafen die Gastgeber hochprozentig und brachten die Gäste hierdurch zwei Minuten vor der Pause wieder in Rückstand: 40:41. Dieser hatte auch zur Halbzeit noch Bestand, ging es mit 47:49 in die Kabine.

Der Beginn der zweiten Hälfte war ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Rostock (51:57, 23.). Bell holte Brose mit einem Dreier wieder zurück ins Spiel, der starke Kevin Wohlrath kurz darauf zunächst den Offensivrebound und schloss anschließend per Korbleger zum Ausgleich ab (61:61, 26.). Die abermalige Führung gab es kurz darauf durch zwei weitere Zähler von Amir Bell: 63:61. Das Spiel wog nun hin und her, allerdings hielt Brose den Rostocker Angriffsbemühungen defensiv stand, so dass es mit drei Punkten vor für die Bamberger in die die letzten zehn Minuten ging: 72:69. Bis dato richtig stark: das Insidespiel über Young und Chachashvili, die vor dem Schlussabschnitt 14 und acht Punkte auf dem Konto hatten.

Die Frage der sensationellen 50 mitgereisten Bamberger Fans: kann Brose das Ergebnis halten, können die Mannen von Oren Amiel den Vorsprung über die Zeit bringen? Es sah zunächst danach aus, denn nachdem Wohlrath den Dreier versenkte – seinen dritten des Tages – lagen die Gäste mit acht Punkten vorne (79:71, 32.). Wieder zweistellig wurde die Führung Mitte des letzten Viertels nach zwei Zählern von Christian Sengfelder: 85:75. Und Brose blieb dran, blieb weiterhin defensiv aggressiv und offensiv treffsicher. Spätestens, nachdem Jaromír Bohačík zwei Minuten vor Schluss zum 93:79 einnetzte war klar, dass Brose den ersten Sieg wird mitnehmen können. Zwar versuchten die Gastgeber nochmal alles, konnten den Bamberger Vorsprung auch wieder auf neun Zähler minimieren, am Ende aber gewann Brose gegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 97:86 und sicherte sich somit den ersten BBL-Sieg.

Brose Bamberg:
Blunt dnp, Bell 9, Kariniauskas 11, Wohlrath 17, Sonnefeld dnp, Bohačík 8, Chachashvili 12, Young 20, Reaves 3, Heckmann 7, Sengfelder 10

 

 

Brose Bamberg verpflichtet Patrick Miller

 

Brose Bamberg nimmt weitere Justierungen am Kader vor und stattet Patrick Miller mit einem Vertrag bis Saisonende aus. Der 30-jährige US-Amerikaner spielte zuletzt für den litauischen Erstligisten Juventus Utena. Insgesamt kann der 1,85m große Guard in seiner bisherigen Karriere auf sieben Jahre Europaerfahrung zurückblicken.

Oren Amiel: „Pat gibt uns Qualität und Erfahrung. Er hat bereits in Europa und der BBL gespielt, benötigt also keine Eingewöhnungszeit. Er wird unsere Verteidigung stabilisieren und für andere gute Würfe kreieren. Und dass er auch scoren kann, hat er nicht zuletzt in seinen Spielen gegen Bamberg bewiesen.“

Deutschen Basketballfans dürfte der Name Patrick Miller vor allem aus seiner Zeit bei ratiopharm ulm bekannt sein. Für die bayerischen Schwaben lief er in der Saison 2018/2019 auf, kam in 32 Einsätzen auf im Schnitt 11,2 Punkte, 4,5 Assists und 3,2 Rebounds. In beiden Aufeinandertreffen mit Brose war er jeweils Topscorer seines Teams. Vor Ulm war der heute 30-Jährige nach seiner Collegekarriere in der Türkei, der Dominikanischen Republik, Serbien und der NBA-G-League aktiv. Von Ulm aus zog es ihn über den französischen Erstligisten Dordogne nach Israel zu Ziona. Dort führte er sein Team durch eine starke Leistung (neun Punkte, neun Assists, drei Rebounds) 2021 zum Gewinn des FIBA Europe Cups. In der letzten Saison überzeugte er in der ersten litauischen Liga bei Juventus Utena mit durchschnittlich knapp 18 Punkten, vier Assists und vier Rebounds. Utena war damals auch Endstation für Brose Bamberg in der Qualifikation zur Basketball Champions League. Beim 83:79-Sieg seiner Mannschaft dominierte Miller mit 27 Zählern.

Patrick Miller: „Ich bringe neue positive Energie, Führungsqualitäten, Verantwortungsbewusstsein und Erfahrung. Ich bin einer, der es liebt, seinen Mitspielern Vertrauen zu geben. Wichtig auch, dass ich die BBL bereits kenne. Das macht es für uns alle einfacher, mich schnell ins Team zu integrieren. Auf dem Spielfeld bin ich ein athletischer, schneller, harter und physischer Spieler. Ich bin selbstlos, habe ein ruhiges Auftreten. Ich will immer gewinnen und tue dafür das, was das Team und der Trainer von mir benötigen.“

Patrick Miller kommt am Montag in Bamberg an, absolviert seinen Medizincheck und steigt spätestens am Mittwoch ins Training ein.