© Brose Bamberg

Brose Bamberg siegt gegen Bilbao und bleibt Tabellenführer in Gruppe F

Brose Bamberg bleibt mit dem Sieg gestern Abend Tabellenführer der Gruppe F in der Basketball Champions League. Die Bamberger haben am 2. Spieltag gegen Bilbao mit 77:71 gewonnen. Headcoach Johan Roijakkers ist sehr glücklich über den Auswärtssieg. Es sei nie leicht in der Champions League in einer fremden Halle zu gewinnen, sagte Roijakkers nach dem Spiel. Er müsse seinem Team daher ein großes Kompliment machen. Diesen Sieg hätten sie sich verdient. Brose Bamberg hätte eigentlich am Samstag gegen die NINERS Chemnitz gespielt. Diese Partie hat die easycredit BBL aber auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Der Grund: Das Chemnitzer Team befindet sich in Corona-Quarantäne.

 

 

Hier die ausführlichen Infos von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg hat am 2. Spieltag der Basketball Champions League den zweiten Sieg eingefahren und bei RETAbet Bilbao Basket mit 77:71 gewonnen. Dabei machten es die Gäste spannender, als nötig, verspielten sie doch eine zwischenzeitliche 18-Punkte-Führung (33:15, 17.) und mussten vier Minuten vor Schluss den 65:65-Ausgleich hinnehmen. Es folgte jedoch prompt ein 7:0-Lauf zum erneuten Sieben-Punkte-Vorsprung (72:65), den sich das Team von Johan Roijakkers bis zum Ende nicht mehr nehmen ließ. Bester Brose-Werfer war David Kravish mit 18 Punkten.

Johan Roijakkers: „Ich bin sehr glücklich über diesen Auswärtssieg. In der BCL in fremder Halle zu gewinnen ist nie leicht, vor allem, wenn man bei einem Team antritt, das so einen großen Namen und so eine große Tradition hat. Bilbao hat uns über 40 Minuten das Leben extrem schwer gemacht, auch wenn man das in der ersten Halbzeit vielleicht nicht auf dem Scoreboard gesehen hat. Aber wir haben kaum Rebounds bekommen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sie zurück ins Spiel kamen. Das haben sie geschafft. In den letzten Minuten sind wir aber vor allem defensiv da gewesen, haben einige Stopps bekommen und wichtige Würfe getroffen. Ich muss meinem Team daher ein großes Kompliment machen. Sie haben sich diesen zweiten Auswärtssieg sehr verdient.“

Von Beginn an merkte man Brose an, dass sie gewillt waren, die Niederlage in Hamburg vergessen zu machen. Vor allem defensiv war das aller erste Güte, was die Bamberger in den ersten zehn Minuten ablieferten. Gerade einmal sieben Punkte gestatteten sie den Gastgebern. Offensiv war die Punkteverteilung auf mehrere Schultern verteilt, wobei Dominic Lockhart mit acht Zählern im ersten Viertel seine starke Form unterstrich. Neben ihm traf David Kravish immer wieder am Brett, dazu kamen Larson-Punkte und ein Vitali-Dreier. Alles zusammen bedeutete eine 19:7-Führung nach zehn Minuten. Auffällig und der starken Brose-Verteidigung geschuldet: Bilbao hatte bereits acht Ballverluste zu verzeichnen.

Auch im zweiten Abschnitt stand die Gäste-Defense, mussten sich die Basken jeden einzelnen Wurf hart erarbeiten. Vorne lief es weiterhin gut. Immer wieder wurde der freie Mann an der Dreierlinie gesucht und gefunden. Sieben Distanzwürfe fanden bis zur Pause den Weg in den gegnerischen Korb. Nachdem Devon Hall mit einem erfolgreichen seine ersten europäischen Punkte erzielt hatte lag Bamberg zwischenzeitlich mit 18 Punkten vorne (33:15, 17.). Einziges Manko bislang: Brose ließ zu viele zweite Chancen zu. Bilbao nutze das durch acht Offensivrebounds, aus denen sieben Zähler resultierten. Und dennoch: zur Pause führte Brose Bamberg mit 41:26.

Die Rebounds blieben auch das Problem im dritten Viertel. Nach 30 Minuten war das Verhältnis aus Bamberger Sicht 23:34. Und wieder holte Bilbao sieben Abpraller am Brose-Brett, machte daraus wieder sieben Punkte. Auch das war mit ein Grund, weshalb der Brose-Vorsprung schmolz. Und, dass Bamberg nun nicht mehr ganz so fest in der Verteidigung stand, da vor allem Moses nur mehr schwer in den Griff bekam. Zehn Punkte erzielte der alleine in Viertel drei, brachte seine Mannschaft zwischenzeitlich auf wieder fünf Punkte ran (54:49, 29.). Freiwürfe von Hundt und ein krachender Dunking von Kravish beendeten den Abschnitt aber positiv für die Gäste, die mit 58:51 in den Schlussabschnitt gingen.

Dort traf zunächst Hall, dann gab es ein And1 von Larson (63:51, 31.). Anschließend aber spielten sich die Hausherren in einen kleinen Rausch, verkürzten sukzessive und glichen nach einem 7:0-Lauf nach 36 Minuten die Partie aus: 65:65. Wie würde Brose reagieren? Abgeklärt. Lockhart und Fieler trafen Freiwürfe. Letzterer war es danach, der zusätzlich den Clutch-Dreier versenkte, Hall legte einen Freiwurf nach – Bamberg war wieder auf sieben Punkte weg (72:65, 38.). Und auch, wenn Bilbao durch Brown kurz vor Schluss nochmals auf drei Zähler in Schlagdistanz kam, die Gäste hatten die bessere Antwort parat und einmal mehr David Kravish, der per Dunking den Schlusspunkt zum 77:71-Erfolg setzte. Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel bleibt Brose Bamberg damit an der Tabellenspitze der Gruppe F.