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Brose Bamberg ist heute in Frankfurt gefordert!

Keine 48 Stunden nach der knappen Niederlage gegen den FC Bayern Basketball ist Brose Bamberg heute schon wieder am Start. Zum Abschluss der Vorrunde der Basketball Bundesliga ist das Team bei den FRAPORT SKYLINERS gefordert. Tip-Off zum Duell der Tabellennachbarn ist um 19 Uhr und Radio Bamberg berichtet live in Ausschnitten.

 

Hier die Pressemeldung von Brose Bamberg zum Spiel: 

Die FRAPORT SKYLINERS haben sich gefangen. Nachdem die Hessen mit drei Niederlagen in die Saison gestartet waren, haben sie sich mittlerweile gefunden und stehen aktuell mit sieben Siegen aus 16 Spielen auf Tabellenplatz acht, also dem letzten Playoffplatz und damit einen Rang vor Brose Bamberg. In den letzten Wochen wechselten sich bei den Frankfurtern Siege und Niederlage kontinuierlich ab. Zuletzt gab es einen sicheren 96:72-Erfolg bei RASTA Vechta. Den hatten die Mannen von Sebastian Gleim einem starken ersten (29:19) und einem starken letzten (30:17) Viertel zu verdanken. Und einem bestens aufgelegten Matt Mobley, der zum dritten Mal in dieser Saison 30 oder mehr Punkte erzielte und seine Mannschaft damit auf die Siegerstraße brachte. Behilflich dabei waren sechs erfolgreiche Dreier des Amerikaners. Apropos Dreier: die fielen gegen Vechta zahlreich. 15 Stück versenkten die Frankfurter und damit bei 28 Versuchen mehr als jeden zweiten. Überhaupt gehören die Skyliners mit im Schnitt 38,4 Prozent getroffener Distanzwürfe zu den Top5 der BBL. Die Quote lässt auch etwas darüber hinwegsehen, dass die Hessen mit bislang durchschnittlich erzielten 79,3 Zählern den zweitschwächsten Angriff der Liga haben. Und dennoch oder gerade deshalb: heiß laufen lassen darf man sie in keinem Fall, wie eben kürzlich Vechta hat schmerzvoll erleben müssen. Dauerbrenner der Hessen ist nach wie vor Quantez Robertson. Der Mann ist mittlerweile 36, hat 401 Bundesligaspiele in seinem Körper, ist aber mit im Schnitt bislang knapp 33 Minuten pro Spiel nach wie vor und abermals der Duracell-Hase der Skyliners. Ebenfalls über durchschnittlich 30 Minuten stehen Matt Mobley und Jon Axel Gudmundsson auf dem Parkett. Beide sind auch Frankfurts beste Werfer mit 20,7 (Mobley) und 13,9 (Gudmundsson) Punkten im Schnitt. Bester teaminternen Rebounder ist Michael Kessens (5,9), beste Assistgeber sind Robinson und Gudmundsson mit jeweils 3,8. Verzichten mussten die Frankfurter zuletzt – neben dem Langzeitverletzten Richard Freudenberg – auf Konstantin Konga. Der Guard, der vor der Saison aus Ludwigsburg kam, musste die letzten beiden Partie gegen Ulm und Vechta pausieren. Rasheed Moore, der ebenfalls kürzlich verletzungsbedingt passen musste, meldete sich hingegen gegen Vechta wieder gesund zurück.

Stark gespielt, unglücklich verloren. So kann man die letzte Partie Brose Bambergs gegen München vom Sonntag zusammenfassen. Zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen in den letzten 15 Sekunden waren daran nicht unbeteiligt. Zum einen übersahen die Unparteiischen eine Überschreitung der 8-Sekunden-Regel, zum anderen war die letzte Aktion des Spiels zumindest foulpfifffähig. Aber sei’s drum. Was bleibt sind zwar keine zwei Punkte, aber die Erkenntnis, dass Brose Bamberg – auch ohne vier Spieler, da Larson, Lockhart, Ruoff und Fieler verletzungsbedingt fehlten – mit den besten Teams mithalten kann. Zumindest, wenn die Bamberger Tugenden – Kampf, Einsatz, Leidenschaft, Hustle Plays – über 40 Minuten gezeigt werden. Daher ist die Enttäuschung über die Niederlage zwar da, aber das Positive überwiegt. Und das soll und muss jetzt in die kommenden Partien mitgenommen werden. Vor allem für das Spiel in Frankfurt bleibt wenig Vorbereitungszeit. Am Montag gibt es eine regenerative Abschlusseinheit, am Dienstagvormittag den Shoot Around. Gegen München war es eine starke Kollektivleistung, aus der jedoch Devon Hall mit 20 Punkten (fünf Dreier) und vor allem David Kravish mit 29 Zählern und einem Effektivitätswert von 35(!) herausstachen. Beide sind auch über die bisherige Saison gesehen Broses beste Werfer mit 15,0 (Kravish) und 14,5 (Hall) Punkten im Schnitt pro Spiel. Bester Rebounder ist ebenfalls David Kravish (8,2), während Bennet Hundt die meisten Assists (4,1) verteilt.

Devon Hall: „Wir haben gegen München endlich auch einmal in der BBL gezeigt, was wir können. Das ist positiv und darauf müssen wir aufbauen. Was uns nicht passieren darf: wir dürfen nicht nach Frankfurt fahren und denken, das wird schon. Wir müssen dort, wie gegen München, über 40 Minuten konstant physisch und mental voll da sein. Sie haben viele gute Spieler, die alle individuell ein Spiel entscheiden können. Für uns ist wichtig, dass wir ihnen unser Spiel aufzwingen und dass wir mit den Tugenden auftreten, die Bamberger Basketball ausmachen: Einsatz und Leidenschaft.“

Nach der Rückkehr aus Frankfurt Dienstagnacht steht am Mittwoch eine Regenerationseinheit auf dem Programm, ehe nach dem Abschlusstraining am Donnerstagnachmittag die Reise nach Chemnitz ansteht. Dort geht es am Freitag um 19 Uhr zum Rückrundenauftakt gegen die NINERS Chemnitz um weitere wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.