© Andreas Gora

Brose Bamberg ist gegen Bonn gefordert

Brose Bamberg empfängt am 8. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga die Telekom Baskets Bonn. Spielbeginn der von baMbit präsentierten Partie des Tabellenvierten gegen den -dritten ist am Freitag um 20.30 Uhr.  In der BROSE ARENA gilt erstmals die 2G-Regelung sowie eine durchgängige Maskenpflicht. Alle Maßnahmen sind in einem FAQ unter www.brosebamberg.de/saison/faq zusammengefasst.

Fünf Siege, zwei Niederlagen – so lautet die bisherige Bilanz der Telekom Baskets Bonn aus den ersten sieben Saisonspielen. Zuletzt gab es dabei für das Team von Neu-Trainer Tuomas Iisalo zwei Siege, Zuhause gegen Chemnitz (76:67) und Anfang November gegen s.Oliver Würzburg (87:79). Das Spiel gegen die Unterfranken am 6.11. war auch die letzte Partie der Rheinländer, die am Pokalwochenende – da gab es zuvor im Achtelfinale eine Niederlage in Berlin – spielfrei waren. Weitere Zeit also für Iisalo, seine Mannschaften noch besser zusammenzubringen. Die Bonner spielen bislang mit einem kleinen Kader. Lediglich zehn Spieler kamen in den bisherigen Partien zum Einsatz. Allen voran dabei Spielmacher Parker Jackson-Cartwright, der sein Team nicht nur in der Kategorie Punkte (19,0), sondern auch bei den Assists (7,1) anführt. Zwei weitere Bonner punkteten bislang zweistellig. Dreierspezialist Skyler Bowlin (44,2% Trefferquote aus der Distanz) trifft nicht nur durchschnittlich drei Würfe von jenseits der 6,75m-Linie, sondern insgesamt auch 12,6 Punkte. Ihm folgt Jeremy Morgan mit im Schnitt elf Zählern. Justin Gorham (6,0) und der Ex-Bamberger Leon Kratzer (5,1) sind die besten Rebounder im Team. Überhaupt der Rebound: mit durchschnittlich 15,1 gesicherten Abprallern am offensiven Brett sind die Bonner ligaweit führend. Ganze 18 hatten sie beim letzten Sieg gegen Würzburg. Dort wurde ein weiterer Ex-Bamberger am Ende zum Matchwinner. Karsten Tadda, seit dieser Spielzeit bei den Bonnern und gleich zum Kapitän ernannt worden, versenkte in der Crunchtime zwei seiner insgesamt drei Dreier und sicherte seiner Mannschaft damit den fünften Sieg im siebten Spiel und Tabellenplatz drei. Bonn spielt sehr abschlussschnell, nimmt mit durchschnittlich über 67 die drittmeisten Würfe der gesamten BBL. Beachtlich dabei: mit im Schnitt 31,7 genommenen Zweierversuchen steht Bonn auf dem ligaweit letzten Platz. Vorletzter in dieser Kategorie übrigens: Brose Bamberg. Von den insgesamt 67 Würfen treffen die Rheinländer weniger als die Hälfte (43%), was sie zu einem der – vermeintlich – abschlussschwächsten Teams der Liga macht. Vermeintlich deshalb, da sie dennoch auf durchschnittlich 83 Punkte kommen und damit im vorderen Mittelfeld aller BBL-Vereine stehen. Zahlen können also täuschen, daher dürfen sich Christian Sengfelder und Co. davon nicht blenden lassen.

Fünf Siege hat zwar auch Brose Bamberg auf dem Konto, seit dem letzten Wochenende aber auch drei Niederlagen. Bei den EWE Baskets Oldenburg verlor die Mannschaft von Cheftrainer Johan Roijakkers mit 71:87 und fand dabei nicht wirklich zu ihrem Spiel. Vor allem der Dreier wollte nicht fallen (7/33), zudem war Brose im Rebound deutlich unterlegen (30/38). Die Punkte wurden allesamt analysiert und standen im Trainingsfokus der letzten Woche. In Oldenburg war einmal mehr Christian Sengfelder Bambergs bester Werfer. Seine 19 erzielten Punkte sind auch exakt sein Schnitt in der bisherigen Saison. Damit liegt er gemeinsam mit dem Bonner Jackson-Cartwright auf Position zwei der bislang besten BBL-Scorer, knapp hinter Kamar Baldwin (19,7) aus Göttingen. Die Assistkategorie führt ligaweit übrigens Justin Robinson mit durchschnittlich 8,1 verteilten direkten Korbvorlagen an. Wie bereits geschrieben: Brose nimmt die zweitwenigsten Würfe aus dem Zweierbereich, Bonn die wenigsten. Daher ist man sicher kein Prophet, wenn man davon ausgeht, dass es eine Partie wird, deren Entscheidung aus der Distanz zustande kommt.

Omar Prewitt: „Oldenburg war ein Rückschlag, keine Frage. Dennoch hatten wir auch dort viele Würfe, die gut herausgespielt waren, die aber nicht fielen. Das passiert. Was uns nicht passieren darf ist die Nachlässigkeit beim Rebound. Da müssen wir physischer sein. Vor allem jetzt gegen Bonn, die bekannt für ihre gute Reboundarbeit sind. Es ist das letzte Spiel vor dem Nationalmannschaftsbreak. Es ist immer angenehmer mit einem Sieg in eine längere Pause zu gehen. Daher werden wir alles dafür tun, das Spiel zu gewinnen. Mit unseren Fans im Rücken bin ich auch sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen.“

Die easyCredit Basketball Bundesliga pausiert in den kommen zwei Wochen während der Qualifikationsspiele für die Basketball Weltmeisterschaft. Daher ist Brose Bamberg erst am 4. Dezember wieder gefordert. Im Oberfrankenderby empfangen die Bamberger dann medi bayreuth in die BROSE ARENA. Tickets hierfür gibt es, wie für alle anderen Spiele bis einschließlich Februar auch, unter brosebamberg.de.