Ein Basketball landet im Korb., © Andreas Gora/dpa/Symbolbild

Brose Bamberg hofft auf Heimsieg gegen Oldenburg

Brose Bamberg will seine kleine Siegesserie in der Basketball Bundesliga heute (7.1.) fortsetzen. Leicht dürfte das aber nicht werden, kommen doch die EWE Baskets Oldenburg in die Brose Arena und die haben hier die letzten fünf Spiele nicht verloren.

Das soll heute aber – mit zwei Siegen gegen Heidelberg und Würzburg im Rücken – anders werden. Jump ist um 18 Uhr, Radio Bamberg überträgt live. Die Partie heute steht ganz im Zeichen des Bamberger Bundesligaaufstiegs 1970. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum mussten vor zwei Jahren allerdings coronabedingt verschoben werden. Protagonisten der Aufstiegsmannschaft sind in der Halle, die Sektion Südblock würdigt sie mit einer großen Choreografie.

 

Hier die Pressemitteilung von Brose Bamberg:

 

Die EWE Baskets Oldenburg sind so etwas, wie die Crunchtime-Könige der BBL. In sieben Pflichtspielen betrug die Punktedifferenz am Ende maximal vier Zähler. In fünf dieser sieben Partien gingen die Niedersachsen als Sieger vom Parkett. So auch am vergangenen Dienstag beim Duell gegen die NINERS Chemnitz. Das gewannen die Oldenburger mit 83:81. Ausschlaggebend für den neunten Saisonerfolg waren dabei unter anderem DeWayne Russell und Owen Klassen. Letzterer verkürzte 68 Sekunden vor Spielende auf 76:77, ehe Russell aus dem Schnellangriff aus der Mitteldistanz Oldenburg in Führung brachte. Beim anschließenden Freiwurfwechsel beider Teams behielten sowohl Klassen als auch Russell die Nerven. Zusammen traf das Guard-Center-Duo starke 15 seiner 22 Würfe aus dem Feld. Durch den Sieg festigten die Mannen von Pedro Calles ihren Playoffplatz, stehen aktuell auf Rang vier mit neun Siegen und vier Niederlagen. Bislang bester Werfer ist der bereits erwähnte DeWayne Russell mit im Schnitt erzielten 17,3 Punkten. Ihm folgen Trey Drechsel (15,5) und Tanner Leissner (10,5). Obwohl die Oldenburger mit einer Trefferquote von gerade einmal 43,8 Prozent in dieser Kategorie auf dem vorletzten Platz aller BBL-Clubs stehen, finden sie immer wieder Mittel und Wege, die Spiele dennoch für sich zu entscheiden. Eines dieser Mittel ist die beste Freiwurfquote der Liga (82,6 Prozent). Da heißt, da die Niedersachsen bislang im Schnitt rund 20 Mal an die Linie geschickt wurden, waren das bis dato 17 sichere Punkte. Ein anderer Weg: Oldenburg hat in der Verteidigung extrem schnelle Hände, führt die Steals-Statistik der BBL mit durchschnittlich 8,4 „geklauten“ Bällen deutlich an. Vor allem Defensivmaschine Max DiLeo ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, die Angriffe der Gegner zu stören. Und in noch einer weiteren Kategorie ist Oldenburg BBL-Spitze: an die im Schnitt gesicherten 14,3 Offensivrebounds pro Spiel kommt keine andere Bundesligamannschaft ran. Beste Rebounder der Niedersachsen sind Leissner (7,1) und Klassen (5,5), bester Assistgeber ist Russell mit im Schnitt verteilten 7,8 direkten Korbvorlagen. Zudem spricht auch eine andere Statistik aktuell für die Huntestädter, denn Oldenburg hat die letzten fünf Spiele in der BROSE ARENA nicht verloren. Der letzte Erfolg Broses datiert vom 20. April 2018.

Vor allem diese letzte Statistik will Brose Bamberg am Samstag aber natürlich beenden – und geht mit enorm viel Selbstvertrauen ins Spiel. Denn nach dem Offensivfeuerwerk gegen Heidelberg kurz vor Jahreswechsel, stand im ersten Spiel 2023 bei den Würzburg Baskets am vergangenen Mittwoch vor allem die Defensive stark. So ließen die Bamberger dem unterfränkischen Kontrahenten und bis dato Tabellenachten im letzten Viertel nur elf Punkte zu. Zudem dominierten sie den Rebound (49:32) und hatten in Gabriel Chachashvili an diesem Abend einen Mann, der immer dann zur Stelle war, wenn er es sein musste und der mit 20 Zählern (10/11 aus dem Feld) seine Bestleistung im Bamberger Trikot ablieferte. Somit stehen also zwei Siege in Folge auf Broses Konto und die Erkenntnis, dass Spiele auch defensiv gewonnen werden können, auch und vor allem dann, wenn der Dreier (6/26, 23,1 Prozent in Würzburg) einmal nicht fällt. Nun gilt es zum einen die offensive Konstanz, die Brose in den letzten Wochen ausgemacht und getragen hatte, wieder zu finden, zum anderen aber die Verteidigung nach wie vor im Fokus zu halten. Vor allem hinten wird es für Brose am Samstag Schwerstarbeit geben, wenn die Bamberger Russell, Leissner und Co. in Zaum halten wollen. Doch dass sie die spielbestimmenden Akteure des Gegners zumindest teilweise stoppen können, haben sie zuletzt bewiesen, hielten sie Heidelbergs Washington bei sechs Punkten und zuletzt Cameron Hunt bei sieben. Nach wie vor ist Christian Sengfelder auf die komplette Saison gesehen Broses bester Rebounder (5,6/Spiel) und zweibester Scorer (12,5/Partie). Treffsicherer war bislang nur Patrick Miller (14,4/Spiel). Der Point Guard ist mit durchschnittlich verteilten 5,2 Assists auch Bambergs bester Vorlagengeber.

Gabriel Chachashvili: „Der Derbysieg hat gutgetan. Vor allem, weil wir ihn in der Defensive gewonnen haben. Es war eine starke Teamleistung. Dass ich mit 20 Punkten Topscorer wurde freut mich natürlich, tut aber für das große Ganze nichts zur Sache. Jetzt gilt es für uns, das positive aus den letzten beiden Siegen mitzunehmen und gegen Oldenburg daran anzuknüpfen. Sie sind individuell stark besetzt, harmonieren aber auch im Teamverbund gut. Sie sind physisch stark, da müssen wir von Beginn an dagegenhalten. Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich!“

Die Partie gegen Oldenburg steht ganz im Zeichen des Bamberger Bundesligaaufstiegs 1970. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum mussten vor zwei Jahren allerdings coronabedingt verschoben werden. Protagonisten der Aufstiegsmannschaft sind am Samstag in der Halle, die Sektion Südblock würdigt sie mit einer großen Choreografie. Tickets für die Partie gibt es im Onlineshop, im Fanshop Kornstraße und an der Abendkasse. Nach dem Spiel gegen Oldenburg startet für Brose mit dem Heimspiel am Mittwoch (11. Januar, 20 Uhr) gegen Anwil Włocławek auch die internationale Spielzeit des Jahres 2023. Hierfür gibt es die Karten ebenfalls über die bekannten Kanäle.