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Brose Bamberg hat zum Start in die neue Saison der Basketball Bundesliga eine Niederlage einstecken müssen

Gestern haben die Bamberger mit 75:78 im Norden bei den Hamburg Towers verloren. Man habe eine gute erste Halbzeit gespielt, so Bambergs Headcoach Johan Roijakkers nach dem Spiel. In der zweiten Hälfte hätte sein Team offensiv nicht mehr stattgefunden. Morgen schon geht es für Brose in der Champions League in Nordspanien weiter. Hier treffen sie auf Bilbao. Jump ist um 18 Uhr.

 

Hier die ausführlichen Infos von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg hat den Saisonauftakt verpatzt und am 1. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga eine 75:78-Niederlage bei den Hamburg Towers hinnehmen müssen. Ohne den Vater werdenden Kenny Ogbe, dafür mit Neuzugang Devon Hall hatte Brose die Partie bis zur 32. Minute im Griff (69:58). Anschließend aber hatten die Bamberger der Aggressivität der Gastgeber nur noch wenig entgegenzusetzen. Zahlen, die das belegen: das Reboundverhältnis ging mit 30:43 verloren, 14 Abpraller holte Hamburg offensiv am Brett der Bamberger. Zudem leistete sich Brose 16 Ballverluste. Bester Bamberger Werfer war Dominic Lockhart mit 20 Punkten.

Johan Roijakkers: „Gratulation an Pedro und die Hamburg Towers zum verdienten Sieg. Ich denke, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten haben wir offensiv nicht mehr stattgefunden. In der Defensive waren wir in Teilen noch ganz ok, im Angriff haben wir die Ballbewegung dann einfach vergessen.“

Die ersten zehn Minuten dominierten beide Offensivreihen. Oder anders ausgedrückt: Verteidigung fand nur sehr partiell statt. Daher war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem Brose nach vier Lockhart-Punkten in Folge erstmals nach gut drei Minuten in Führung ging: 6:4. Anschließend allerdings waren die Hamburger am Drücker, sorgten durch einen 10:2-Lauf für einen Bamberger Acht-Punkte-Rückstand (11:19, 6.). Dominic Lockhart beendete den kleinen Brose-Aussetzer mit einem Dreier und weckte seine Mannschaft damit auf. Sukzessive kamen die Gäste ran und gingen durch Chase Fieler mit der Sirene sogar wieder in Führung: 26:25.

Im zweiten Viertel wurde es dann defensiv um einiges besser bei den Bambergern, die Hamburg nun jeden Wurf schwer machten. Offensiv lief dazu einer heiß: Dominic Lockhart – im ersten Viertel bereits mit starken elf Punkten – traf innerhalb einer Minute drei Dreier und sorgte somit für einen ersten deutlicheren Vorsprung (41:32, 16.). Eine Minute vor der Pause war es dann Devon Hall, der per Dreier seine ersten BBL-Punkte erzielte, kurz darauf einen Korbleger folgen ließ und für die erste zweistellige Führung sorgte: 48:37. Zehn Punkte davon blieben beim 50:40 zur Halbzeit noch übrig.

Das dritte Viertel war eines zum Vergessen aus Bamberger Sicht. Zumindest die ersten sieben Minuten. Da gelangen Brose nämlich gerade einmal drei Pünktchen, allesamt Freiwürfe von Michele Vitali. Aus dem Feld trafen die Bamberger nichts, standen jedoch weiterhin ansatzweise gut in der Verteidigung, weshalb auch Hamburg nicht wirklich davonziehen konnte. Es reichte jedoch, um den Bamberger Vorsprung in einen Rückstand umzuwandeln (51:52, 7.). Devon Hall punktete nach gut 28 Minuten erstmals aus dem Zweierbereich, Chase Fieler ließ einen Dreier folgen. Und nachdem Hall die letzten beiden Brose-Angriffe ebenfalls mit dem Distanzwurf erfolgreich abschloss, lagen die Gäste zehn Minuten vor dem Ende doch wieder mit neun Zählern vorne: 64:55.

Der Schlussabschnitt war zu Beginn ausgeglichen. Vitali traf den Dreier und brachte seine Mannschaft nach gut 32 Minuten mit elf Punkten nach vorne: 69:58. Was danach allerdings passierte, ist schwer zu erklären. Bamberg hörte das Basketballspielen auf, hatte der Aggressivität Hamburgs plötzlich kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Die Folge: die Gastgeber verkürzten den Rückstand Punkt um Punkt und gingen durch einen Allen-Dreier in Führung (73:74, 39.). Im Gegenzug war Fieler erfolgreich und brachte Brose wieder mit einem vor. 15,4 Sekunden vor dem Ende traf Shorts aber wieder für Hamburg: 76:75. Nach der folgenden Auszeit verlor Tyler Larson den Ball, Hamburg kam durch Freiwürfe auf drei Zähler zum 75:78 weg. Der letzte Dreier des Spiels von Sengfelder verfehlte sein Ziel, die Niederlage war besiegelt.