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Brose Bamberg hat gegen München nichts zu verlieren

Brose Bamberg ist am 15. Spieltag und zum Jahresauftakt 2022 Gastgeber für den FC Bayern München. Jump ist um 20.30 Uhr und Radio Bamberg überträgt live in Ausschnitten.

Für Brose Bamberg gilt es, den positiven Flow aus dem letzten Spiel in Weißenfels mitzunehmen. Dort war zwar auch nicht alles gut, am Ende aber stand der erste Sieg nach zuletzt sechs Niederlagen in den Büchern. Und der war, wenn man sich die Emotionen direkt nach Spielschluss ansah, extrem wichtig. Vor allem für die Psyche. Allerdings, auch das ist klar, es ist lediglich ein Sieg, von einer Trendwende kann noch nicht gesprochen werden. Aber das Spiel hat gezeigt, dass sich Brose auf dem richtigen Weg befindet. Bereits in den letzten Partien war eine Steigerung sichtbar, nun also die Belohnung. Darauf gilt es aufzubauen. Mit München, Hamburg und Würzburg stehen zum Vorrundenende nun drei Spiele in sieben Tagen auf dem Programm. Die Marschroute dabei ist klar: den positiven Trend fortsetzen. In Weißenfels war es offensiv wie defensiv über weite Strecken eine ansprechende Leistung. Der Dreier fiel hochprozentig (46 Prozent), sechs Spieler punkteten zweistellig. Auffällig aber auch: in der Defensive zeigte sich Bamberg verbessert, das System, das Oren Amiel spielen lassen will, geht langsam aber stetig in die Köpfe und Körper der Spieler über. Broses bester Werfer in Weißenfels ist auch Broses bester Werfer in den bisherigen Spielen: Christian Sengfelder erzielte bis dato im Schnitt 18,8 Punkte pro Partie. Ihm folgen Omar Prewitt (13,3), Justin Robinson (12,5) und Akil Mitchell (10,8) mit ebenfalls noch zweistelliger Ausbeute. Einen starken Einstand im neuen Dress feierte zudem Tomáš Kyzlink, der sich mit sechs Punkten, acht Rebounds, zwei Assists, einem Steal und keinem einzigen Ballverlust bei seinem Debüt in den Statistikbogen eintragen konnte.

Christian Sengfelder: „Der Sieg in Weißenfels war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen. Er war nicht immer schön und wir haben auch nicht durchweg gut gespielt, aber ein Sieg ist ein Sieg und das ist in unserer Situation das einzige, das zählt. Jetzt gilt es die guten Momente mit ins Spiel gegen München zu nehmen. Ich denke, dass wir uns in den letzten Wochen kontinuierlich verbessert haben, dass wir langsam aber sicher die Vorstellungen von Oren verstehen und umsetzen können. Gegen Bayern müssen wir versuchen, über die gesamten 40 Minuten den Fokus hochzuhalten. Sie hatten jetzt nahezu eine ganze Woche Pause, sind also ausgeruht. Daher gilt es für uns: wir müssen an uns und unsere Stärken glauben und versuchen, wieder einen Schritt nach vorne zu machen.“