© Lukas Schulze

Brose Bamberg hat den Weg zurück in die Erfolgsspur knapp verpasst.

Zwei Tage nach dem Pokal-Aus hat die Mannschaft von Trainer Roel Moors auch in der Basketball Champions League verloren. Bei Mornar Bar in Montenegro gab es eine 73 zu 77 Niederlage. Bester Werfer auf Bamberger Seite war Retin Obasohan mit 20 Punkten. Weiter geht es für Brose Bamberg am Sonntag in der BBL mit dem Heimspiel gegen Rasta Vechta.

 

Hier die ausführliche Mitteilung von Brose Bamberg:

Brose Bamberg verliert gegen Mornar Bar und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen

Brose Bamberg musste sich am 11. Spieltag der Basketball Champions League bei KK Mornar Bar mit 73:77 geschlagen geben und hat damit den Einzug in die Playoffphase nicht mehr in der eigenen Hand. Eine Gesamtwurfquote von 35,5% inklusive nur fünf getroffener Dreier bei 22 Versuchen, dazu magere 66,7% von der Freiwurflinie – das alles war zu wenig um in Montenegro zu bestehen. Da halfen auch die insgesamt 49, davon 20 Offensivrebounds und lediglich sieben Ballverluste nichts. Bester Bamberger Werfer war Retin Obasohan mit 20 Punkten.

Roel Moors: „Wir haben schlecht angefangen, sind nur schwer ins Spiel gekommen. Aber wir haben uns hineingekämpft, hatten ein paar Mal die Möglichkeit, die Partie zu unseren Gunsten zu drehen. Das ist uns unglücklicherweise nicht gelungen. Alles in allem haben wir nicht gut genug geschossen, um wirklich eine Siegchance zu haben. Auch, wenn wir mit 20 Offensivrebounds gezeigt haben, dass wir es wollten.“

Der Beginn gehörte Mornar Bar, die schnell mit neun Punkten vorne lagen (0:9, 2.). Nach Freiwürfen von Olinde und Marei war es der Ägypter, der nach gut vier Minuten den ersten Bamberger Feldkorb erzielte: 5:12. Knapp eine Minute später lag Brose aber erstmals zweistellig hinten (5:16, 5.). Die beste Bamberger Phase im ersten Viertel kam dann nach gut acht Minuten. Angetrieben von Retin Obasohan kamen die Gäste zu einem 8:0-Lauf und verkürzten den Rückstand auf vier Zähler (18:22, 9.). Sieben Punkte zurück hieß es zum Ende von Abschnitt eins: 18:25.

Ein Dreier von Kameron Taylor, dazu McLean und Harris sorgten gleich zu Beginn des zweiten Viertels für den ersten Ausgleich der Partie (25:25, 12.). Die Führung allerdings wollte nicht herausspringen, entweder, da Bamberg die Nerven an der Freiwurflinie versagten oder aber einfache Korbleger nicht genutzt werden konnten. Und dennoch, es war jetzt ein knappes Spiel, in dem allerdings die Hausherren vor rund 700 Zuschauern immer einen Tick vorne blieben. So auch zur Pause. Durch ein And1 von Bars Bestem, Jacob Pullen (am Ende mit 21 Punkten Topscorer) mit der Sirene ging Brose mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die Kabine: 41:45.

Der Anfang des dritten Viertels war geprägt von vielen Ballverlusten und spielerischen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Ein Spielfluss kam nur schwer zustande. Beim Dreier von Pullen zum 44:51 aus Bamberger Sicht waren bereits fünf Minuten im dritten Abschnitt absolviert. Brose hatte in dieser Phase Mühe, vergab wieder einfache Würfe, zudem wollten die Dreier nach wie vor nicht wirklich fallen. Erst Obasohan durchbracht etwas den Fluch aus der Distanz. Zwei erfolgreiche Dreier von ihm sorgten dafür, dass der zwischenzeitlich erneut in den zweistelligen Bereich angewachsene Rückstand wieder einstellig wurde (52:61, 28.). Der Belgier legte ein And1 nach, Bjelica traf auf der Gegenseite nur einen Freiwurf zum 55:62 nach 30 Minuten.

Der Schlussabschnitt könnte schnell erzählt sein, denn Brose lag knapp drei Minuten vor Ende mit zehn Zählern zurück: 63:73. Dann aber traf Louis Olinde den Dreier, Obasohan legte nach (68:73, 38.). Die Freiwürfe blieben ein Problem, denn Olinde traf abermals nur einen, Sengfelder kurz darauf jedoch den Korbleger. 45 Sekunden vor Ende war Brose plötzlich wieder drin in der Partie, lagen die Gäste nur noch mit zwei Zählern zurück: 71:73. Mornar Bar zeigte sich jedoch nur kurzzeitig geschockt. Elf Sekunden waren noch auf der Uhr, als Needham den Dreier für die Hausherren mitten ins Bamberger Basketballherz traf. Die Vorentscheidung, die durch Freiwürfe am Ende zum 73:77-Endstand wurde. Durch die Niederlage hat Brose Bamberg das Weiterkommen ins Achtelfinale nun nicht mehr in der eigenen Hand, sondern ist auf Schützenhilfe aus Novgorod angewiesen. Die Russen spielen am Mittwochabend gegen Peristeri. Durch einen Sieg würden sie Brose Schützenhilfe leisten. Dann käme es – einen Bamberger Sieg nächste Woche Zuhause gegen Riga vorausgesetzt – wohl in zwei Wochen in Peristeri zum (vor)entscheidenden Spiel um Platz vier.

Brose Bamberg:

Lee, K. Taylor 3, McLean 7, Plescher dnp, Olinde 6, Seric, Harris 4, Obasohan 20, Sengfelder 6, B. Taylor 11, Marei 6, Atkins 10