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Brose Bamberg empfängt Meister ALBA BERLIN

Brose Bamberg ist am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga Gastgeber für ALBA BERLIN. Spielbeginn der von der LVM Versicherung präsentierten Partie des Tabellenführers gegen den -elften ist am Sonntag um 18 Uhr. MagentaSport überträgt das Spiel wie gewohnt live und exklusiv auf seinen Kanälen. Das Aufeinandertreffen bildet den Abschluss des Spieltags und ist daher eine „Courtside live“-Produktion mit sechs Kameras. Durch die Sendung führt Stefanie Blochwitz. Kommentator ist Benni Zander, ihm zur Seite steht Experte Alex Vogel. Mit dem Spiel Brose vs. Berlin ist erstmalig überhaupt auch eine BBL-Partie via LIVENow in folgenden europäischen Ländern live und exklusiv zu sehen: Spanien, Italien, Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlande, Schweden, Norwegen, Griechenland, Zypern, Türkei, Lateinamerika, Afrika, Japan und Indien. LIVENow ist neuester Auslandsbroadcaster der BBL und zeigt ab sofort bis zu zwei Partien pro Spieltag. Damit ist die BBL in insgesamt mehr als 30 Ländern auf vier Kontinenten zu empfangen.

Es ist die Rückkehr dreier Spieler, die ihre ersten BBL-Minuten auf dem Parkett der BROSE ARENA bestritten: Louis Olinde, Maodo Lô und Johannes Thiemann. Während die beiden Erstgenannten in dieser Spielzeit bereits tragende Säulen im Berliner Team sind, muss sich Thiemann nach einer Verletzung erst wieder langsam rantasten. Sein erstes Spiel absolvierte er letztes Wochenende gegen die BG Göttingen. Apropos Göttingen. Gegen die Niedersachsen verloren die Albatrosse bereits ihre dritte BBL-Partie der Saison, kamen beim 59:65 vor allem offensiv überhaupt nicht in Tritt. Bester Berliner war dabei einer, über den es in den letzten Wochen einige Schlagzeilen gab. Oscar da Silva hatte nach seinem abrupten Wechsel von Ludwigsburg nach Berlin aber keinerlei Startschwierigkeiten bei seinem neuen Arbeitgeber. Im Gegenteil: sowohl in der BBL als auch in der EuroLeague spielte der 23-jährige, als ob er bereits von Beginn an dabei wäre. Über die bisherige Saison gesehen sind Luke Sikma (11,8 Punkte), Maodo Lô (9,0) und Louis Olinde (8,8) die treffsichersten Berliner Spieler. Zumindest, wenn man die Akteure nimmt, die alle fünf Saisonspiele absolviert haben. Eriksson (18,5) ist nämlich ebenso verletzt wie Lammers (9,0), die beide bislang erst in zwei Partien mitwirken konnten. Dafür kommt der MVP der letzten Spielzeit langsam aber sicher besser in Tritt: Jayleen Smith benötigte etwas Anlaufzeit, lieferte in den letzten Wochen aber kontinuierlich gute Zahlen ab, zuletzt in der EuroLeague mit sechs Punkten, zwei Rebounds und zwei Assists. Überhaupt EuroLeague: da hatten die Berliner eine Doppelspieltagswoche, mussten am Dienstag in Piräus ran, am Donnerstag hatten sie im deutschen Duell den FC Bayern München Basketball zu Gast. Beide Male war es eine enge Kiste bis in die Schlussminuten, mit jeweils dem besseren Ende allerdings für den Gegner. In der BBL hat Berlin seine Qualitäten aktuell vor allem defensiv. Mit 72 zugelassenen Punkten pro Spiel sind die Hauptstädter bis dato das drittbeste Verteidigungsteam hinter Heidelberg und München. Und noch eine interessante Statistik: Berlin ist aktuell die fairste Mannschaft der Liga, foult im Durchschnitt bislang nur 15 Mal pro Spiel.

Brose Bamberg hatte eine Woche Zeit, um die Niederlage in Braunschweig, die erste der Saison, aufzuarbeiten. Das ging ziemlich zügig, denn es war klar, dass die Mannen von Cheftrainer Roijakkers die Partie durch zwei Viertel verloren hatten, in denen sie schlecht verteidigten. Positiv indes: die Moral stimmte, denn am Ende hätten die Bamberger beinahe noch einen zwischenzeitlichen 22-Punkte-Rückstand gedreht. Die Woche wurde neben der Aufarbeitung des Braunschweigspiels und der Vorbereitung auf die Berlinpartie vor allem genutzt, um Shannon Scott in die Systeme zu integrieren. Nach seiner Ankunft am Montag und allen nötigen medizinischen und PCR-Tests konnte Bambergs letzter Neuzugang erstmals am Donnerstag gemeinsam mit der Mannschaft trainieren. Ob es zu einem Einsatz bereits am Sonntag reichen wird, entscheidet sich kurzfristig. Vor allem defensiv muss Brose gegen Berlin besser stehen, als zuletzt. Die im Schnitt kassierten 80,8 Punkte sind definitiv zu viel. Zudem muss die Reboundarbeit besser werden, denn auch da lässt Brose mit über 33 im Schnitt den Gegnern zu viele Optionen offen. Vorne hingegen passt es bislang ganz gut. Knapp 60 Prozent aller Zweipunktwürfe und 36 Prozent aller Dreierversuche fanden bislang den Weg in den gegnerischen Korb. Mit 84,2 erzielten Zählern im Schnitt hat Brose die viertbeste Offensive der Liga. Topscorer aktuell ist Kapitän Christian Sengfelder mit durchschnittlich 18,4 Punkten. Omar Prewitt (16,0), Justin Robinson (13,6) und Patrick Heckmann (10,0) punkteten ebenfalls bislang im Schnitt zweistellig pro Partie.

Kenneth Ogbe: „Sie sind eine sehr eingespielte Mannschaft, haben zudem in Koumadje und Thiemann zwei große Spieler zurück, die sie noch unberechenbarer machen. Sie mussten zuletzt drei Niederlagen in Folge hinnehmen. Da sie das bestimmt nicht auf sich sitzen lassen wollen, werden sie mit voller Aggressivität zu uns kommen. Das müssen wir matchen. Wir müssen vor allem im Eins-gegen-Eins besser stehen als letztes Wochenende in Braunschweig, zudem müssen wir schneller von Offense auf Defense umschalten. Nur wenn wir über 40 Minuten voll fokussiert zu Werke gehen, haben wir eine Chance.“

Nach dem Aufeinandertreffen mit dem Meister ist Brose Bamberg in den nächsten Wochen zweimal auswärts gefordert. Am 7. November geht’s nach Frankfurt, eine fünf Tage später nach Oldenburg. Das nächste Mal in der BROSE ARENA spielt Bamberg am 19. November, wenn es im nächsten Topspiel gegen die Telekom Baskets Bonn geht. Tickets für diese Partie gibt es bereits unter brosebamberg.de und in unserem neuen Fanshop in der Kornstraße 20.