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Brand im Kraftwerk: Teile Nürnbergs ohne Fernwärme

Minusgrade draußen, bibbern drinnen: Nach dem Brand in einem Großkraftwerk in Nürnberg müssen die Menschen in einigen Wohnblocks bei 10 bis 15 Grad Minus ausharren. Der Energieversorgers N-Ergie drosselte nach eigenen Angaben die Wärmeleistung, weil nach dem Ausfall des Kraftwerks die Versorgung mit Fernwärme in zwei Stadtteilen eingeschränkt ist. Etwa 15 000 Menschen sind davon betroffen. In Nürnberg gilt der Katastrophenfall. Man bitte außerdem alle Bewohner in den beiden betroffenen Stadtteilen, ihre Heizung auf 15 Grad herunterzudrehen und warmes Wasser zu sparen. Die Stadt hat 1100 Hotelzimmer organisiert, in die Betroffene gegen einen reduzierten Preis umziehen können. Oberbürgermeister Marcus König betonte, dass Menschen, die aus dem Gebiet zu Verwandten ausweichen würden, nicht gegen die Corona-Auflagen verstoßen würden. Der Energieversorger versucht gerade, bundesweit riesige mobile Heizgeräte zu organisieren, die Energie ins Netz einspeisen können.
Die Ursache für das Feuer in dem Kraftwerk ist noch immer unklar. Das Kraftwerk ist wohl mindestens in den nächsten zwei Wochen außer Betrieb.