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Bittere Niederlage für Brose Bamberg!

Die Mannschaft hat am Abend in eigener Halle eine 92:93 Niederlage gegen den FC Bayern Basketball kassiert. Topscorer der Partie auf Bamberger Seite war David Kravish mit 29 Punkten. Bereits Dienstag Abend um 19 Uhr geht es auswärts gegen die FRAPORT SKYLINERS und damit gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoffplätze. Radio Bamberg berichtet auch von dieser Partie live in Ausschnitten. 

 

Hier die offizielle Pressemeldung von Brose Bamberg: 

Brose Bamberg musste sich am 20. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga dem FC Bayern München Basketball nach tollem Spiel knapp mit 92:93 geschlagen geben. Es war eine hochklassige Partie, in der die Führung insgesamt zwölf Mal wechselte. Zuletzt 33 Sekunden vor dem Ende, als Reynolds für München den entscheidenden Korb erzielte. In der letzten Sekunde hatte Devon Hall den Sieg in der Hand, wurde allerdings – zumindest foul-fragwürdig – gestört und konnte so nicht abschließen. Bester Bamberger Werfer war David Kravish mit 29 Punkten.

Michael Stoschek, Aufsichtsratsvorsitzender der Bamberger Basketball GmbH: „Ich mache unserer Mannschaft ein großes Kompliment. Sie hat heute hervorragend gespielt. Ich bedaure sehr, dass am Ende der Partie durch eine fragwürdige Entscheidung unser Team um die Chance gebracht wurde, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden.“

Johan Roijakkers: „Glückwunsch an Andrea und München zum Sieg. Beide Mannschaften hatten in den letzten zwei Minuten die Chance zum Gewinnen. Wir hätten ein, zwei Stopps mehr gebraucht. Aber in den letzten Sekunden hat man die Qualität der Münchner gesehen. Sie hatten viele Spiele, die immer gleich abliefen: 37 Minuten haben sie mitgespielt, aber in der entscheidenden Phase haben sie angezogen und das Spiel entschieden. Das ist Talent und Qualität. Daher Glückwunsch. Aber ich denke, dass auch wir ein gutes Spiel abgeliefert haben. Defensiv hatten wir ein paar Fehler, die müssen wir abstellen. Alles in allem aber auch Glückwunsch an meine Mannschaft.“

Brose Bamberg versteckte sich von Beginn an nicht, ließ sich auch vom ersten Dreier von Lucic nicht aus dem Konzept bringen und spielte defensiv wie offensiv starken Basketball. Freiwürfe von Bennet Hundt brachten die Hausherren nach gut drei Minuten mit 7:5 in Führung. Zwar konnte Baldwin schnell egalisieren, anschließend aber spielten zunächst nur noch die Gastgeber, die durch einen 8:0-Lauf bis Mitte des Viertels auf 15:7 davonziehen konnten. Und es blieb dabei: Bamberg stand hinten sicher, vorne liefen die Systeme. Drei Freiwürfe von Michele Vitali sorgten nach neun Minuten für die erste zweistellige Führung: 23:13. Ein Johnson-Freiwurf und ein Flaccadori-Dreier mit der Sirene ließen den Vorsprung nach zehn Minuten auf sechs Punkte schrumpfen: 23:17.

Die ersten Zähler des zweiten Abschnitts gingen auf das Konto von Bennet Hundt zum 25:17. Und die waren eine Art Hallo-Wach-Effekt für die Münchner. Die Gäste standen nun fokussierter in der Verteidigung, ließen jetzt Brose zu keinen einfachen Abschlüssen mehr kommen. Vorne hingegen lief die Offensivmaschinerie an, die für einen zwischenzeitlichen 14:0-Lauf der Münchner sorgte und Bamberg damit wieder in Rückstand brachte (25:31, 15.). Es dauerte etwas mehr als fünf Minuten im zweiten Viertel, ehe Brose durch David Kravish zum zweiten Mal im Viertel erfolgreich abschließen konnte. Aber Bamberg war nun zurück im Spiel, kämpfte wieder vorne wie hinten und ging nach 17 Minuten durch Sengfelder erneut in Front: 36:35. Die Partie wog nun hin und her, die Führung wechselte mehrfach. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit gehörte Brose, besser gesagt Mateo Seric. Sein Dreier von kurz vor der Mittellinie ging schnurstracks mit der Pausensirene zum 46:45 durch den Münchner Korb.

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten Brose, besser gesagt Devon Hall. Der traf drei Dreier in Folge und brachte seine Mannschaft wieder zweistellig nach vorne (57:47, 24.). Und die Führung blieb in diesem Bereich, da die Hausherren die Treffer der Münchner immer selbst und selbstbewusst beantworteten. Allen voran war es David Kravish, der die Verteidigung der Gäste ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Aber der FC Bayern München wäre nicht der FC Bayern München, wenn er aus solchen Situationen nicht wieder herauskommen würde. Und dennoch: Brose machte es den Gästen mehr als schwer, stand weiter sicher in der Verteidigung und wählte offensiv die richtigen Optionen. Nach zwei Vitali-Punkten lagen die Hausherren eine Minute vor Viertelende mit 72:64 in Front. Die letzte Aktion aber war ein And1 von Djedovic, der den Bamberger Vorsprung auf fünf Zähler minimierte: 72:67.

Im Schlussabschnitt blieb es eine enge Kiste. Brose mobilisierte alle Kräfte, ließ die vier Ausfälle vergessen und blieb durch starke Aktionen im Spiel. Ein And1 von Kravish sorgte nach knapp 34 Minuten für das 80:74. Anschließend aber kamen die Münchner zu ihrer zweiten Luft, holten den Rückstand sukzessive auf und gingen durch einen 11:0-Lauf ihrerseits mit fünf Zählern in Front (80:85, 37.). Aber Brose ließ sich abermals nicht abschütteln, kam seinerseits zurück und durch einen weiteren Hall-Dreier 120 Sekunden vor Schluss zum erneuten Ausgleich: 87:87. Baldwin traf für die Gäste, aber Hall war on Fire, traf den nächsten, seinen fünften, Dreier und zog die Führung wieder auf Brose-Seite (90:89, 39.). Zipser traf zwei Freiwürfe für München, Kravish auf der Gegenseite für Brose, Reynolds 33 Sekunden vor Ende für den Gast: 92:93. In den letzten Ballbesitzen wurde es dann wild und unübersichtlich. Am Ende lagen viele Bamberger und Münchner auf dem Parkett, der Ball ging zu Hall, der in der letzten Sekunde den Wurf – zumindest foul-fragwürdig gehindert von Lucic – aber nicht mehr anbringen konnte.

 

Brose Bamberg:

Baggette, Plescher dnp, Seric 3, Hall 20, Ogbe 6, Thompson, Vitali 7, Hundt 8, Sengfelder 16, Kravish 29, Grüttner 3