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Bislang 13 Corona-Fälle in bayerischen Gefängnissen

München (dpa/lby) – In Bayerns Gefängnissen sind bislang 13 Häftlinge positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Bei acht der Betroffenen wurde das Virus beim Eintreffen in der Haftanstalt festgestellt, teilte das Justizministeriums am Dienstag in München mit – die Neuzugänge seien von Beginn an getrennt von den anderen Gefangenen untergebracht worden. «Zehn Gefangene sind zwischenzeitlich genesen und eine Person entlassen», sagte eine Ministeriumssprecherin. Bei den Mitarbeitern im Strafvollzug sind demnach bisher 30 Corona-Tests positiv ausgefallen. Zuvor hatte die «Abendzeitung» darüber berichtet.

Um die Gefängnisse zu entlasten, werden derzeit laut Sprecherin unter anderem Haftantritte nach hinten verschoben – beispielsweise beim Jugendarrest oder bei Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten. Entsprechend gebe es in den 36 Gefängnissen im Freistaat 18 Prozent freie Kapazitäten. «Zum Stichtag 30. April 2020 lag die Gefangenenzahl bei 9 867», sagte die Sprecherin. Vor dem Ausbruch der Pandemie Ende Januar saßen etwa 1000 Häftlinge mehr hinter Gittern. Insgesamt gibt es in Bayern 12 020 Haftplätze.