Der eingeschaltete Schutzschalter einer Mehrfachsteckdose leuchtet rot., © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

BIHK kritisiert Förderstopp bei kleinen Wasserkraftanlagen

Die bayerische Wirtschaft kritisiert die Pläne der Bundesregierung, die Förderung kleinerer Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung zu streichen. Die rund 4200 Wasserkraftanlagen in Bayern könnten unabhängig vom Wetter den Strombedarf von vier Millionen Haushalten decken, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Manfred Gößl, am Freitag in München.

«Gerade die kleineren Wasserkraftwerke in Bayern produzieren nah am Verbraucher und direkt in der Region umweltfreundlichen Strom. Sie sind ein Garant für die regionale Versorgungssicherheit im Freistaat, vor allem auch weil wir in Bayern mit unseren vielen Flüssen die besten Voraussetzungen haben», sagte Gößl. Ohne Wasserkraft seien die bayerischen Klimaschutzziele nicht zu erreichen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat angekündigt, kleine Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt nicht mehr zu fördern. Das widerspreche dem Ziel, durch den Ausbau erneuerbarer Energien hierzulande von Importen unabhängiger zu werden, kritisierte Gößl.