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Bekanntestes Justizopfer Deutschlands – Fall Gustl Mollath ist geschlossen

600.000 Euro bekommt das wohl bekannteste Justizopfer Gustl Mollath vom Freistaat Bayern. Darauf haben sich Mollaths Anwälte und der Freistaat geeinigt. Vorausgegangen war dieser Einigung ein endlos langer Rechtsstreit.

Angefangen hatte alles mit einer Anzeige wegen Körperverletzung von Mollaths Ehefrau. Er soll sie geschlagen, gebissen und getreten haben. Es kommt zur ersten Verhandlung. Mollath erstattet daraufhin Strafanzeige gegen seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank und 24 Kunden wegen Steuerhinterziehung, Schwarzgeld- und Insidergeschäften. Ein Gutachter bescheinigt Mollath eine wahnhafte Störung – das Gericht weist ihn in die Psychiatrie ein. Das Oberlandesgericht Nürnberg rollt den Fall 2013 neu auf und fordert die sofortige Freilassung Mollaths. Nach der Freilassung kündigt Mollath eine Schadensersatzklage gegen den Freistaat Bayern an. Mollath erhält eine Zahlung von 70.000 Euro.

Mit der heutigen zusätzlichen Zahlung von 600.000 Euro ist der 16 Jahre andauernde Fall beendet.