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Bayern stockt Corona-Hilfen in vier Corona-Hotspots auf

München (dpa/lby) – In vier speziellen Corona-Hotspots stockt Bayern die Finanzhilfen des Bundes für vom Teil-Lockdown betroffene Unternehmen auf. Dafür werden bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen.

Das Geld soll an Firmen und Selbstständige fließen, die schon vor dem bundesweiten Teil-Lockdown von regionalen Ausgangsbeschränkungen und ähnlichen Maßnahmen betroffen waren. Konkret geht es um die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sowie um die Städte Augsburg und Rosenheim. Dies sei ein wichtiges Zeichen, dass man die Regionen nicht mit ihren Problemen alleine lasse, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung in München.

Der Bund hat für den befristeten Teil-Lockdown im November Finanzhilfen von zehn Milliarden Euro für betroffene Unternehmen in ganz Deutschland angekündigt. Bayern stockt diese nun auf: im Berchtesgadener Land um knapp 39 Prozent, im Kreis Rottal-Inn um 16 Prozent und in Augsburg und Rosenheim jeweils um gut 3,5 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Firmen schon erfolgreich November-Hilfen des Bundes beantragt haben.

Sämtliche Anträge sollen von der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern bearbeitet werden. Zudem hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, Kredit- und Eigenkapitalhilfen insbesondere der LfA Förderbank Bayern bis Ende Juni 2021 zu verlängern.

Der Berchtesgadener Landrat Bernhard Kern (CSU) freute sich über die Nachricht: «Insbesondere für unsere Hotellerie und Gastronomie ist diese zusätzliche finanzielle Unterstützung eine ganz wichtige Hilfe.»