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Bayern ehrt Autorin Barbara Honigmann mit Jean-Paul-Preis

München (dpa/lby) – Die Schriftstellerin Barbara Honigmann («Chronik meiner Straße») wird mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Lebenswerk geehrt. Ihre Romane und Erzählungen ließen in vielen Facetten und Nuancen ein differenziertes Bild jüdischer Identität in Deutschland und Europa entstehen, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag in München. In ihrer Gesamtheit bildeten ihre Geschichten eine eigene Chronik des 20. Jahrhunderts. Die Auszeichnung des Freistaats Bayern ist mit 15 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen.

Honigmann stammt aus einer jüdischen Familie. Ihre Eltern waren vor den Nazis nach England geflohen und 1947 nach Berlin zurückgekehrt. 1949 kam Barbara Honigmann dann im Osten der Stadt zur Welt. In der DDR arbeitete sie als Dramaturgin und Regisseurin unter anderem an der Deutschen Volksbühne und am Deutschen Theater in Ost-Berlin. 1984 verließ sie die DDR und lebt mittlerweile in Straßburg.

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