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Basketball Champions League: Brose Bamberg trifft auf VEF Riga

Nach dem Sieg am Sonntag gegen die Telekom Baskets Bonn geht’s für Brose Bamberg heute Abend in der Basketball Champions League weiter. Die Bamberger treffen am Abend in der lettischen Hauptstadt auf VEF Riga. Nach dem Sieg am Sonntag meint Headcoach Roel Moors, man hätte im Spiel gegen Bonn gesehen, wozu das Team im Stande sei. Dieser Fokus müsse jetzt aufrechterhalten bleiben. Sie seien noch lange nicht da, wo sie hinwollten. Radio Bamberg überträgt euch das Spiel natürlich live.

 

Hier die ausführlichen Infos von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg reist am 5. Spieltag der Basketball Champions League nach Lettland. Am Mittwoch (18 Uhr) trifft Brose in der lettischen Hauptstadt auf VEF Riga. Die Partie des aktuell Tabellenfünften beim -siebten gibt es wie gewohnt live und exklusiv auf DAZN.com.

Es ist ein Spiel mit unterschiedlichen Vorzeichen in der Basketball Champions League. Während Brose Bamberg zuletzt eine kleine Serie von zwei Siegen in Folge aufzuweisen hat, verließ Riga die letzten drei Partien allesamt als Verlierer das Parkett. Dabei sind die Statistiken der Letten in vielerlei Hinsicht besser als die der Bamberger. Riga trifft 48% seiner Zweipunktversuche, Brose lediglich 39,1%. Auch von der Dreierlinie sind die Letten treffsicherer (38,5%/34,3%). Allerdings holt Brose mit bislang durchschnittlich 42 Rebounds neun mehr als der Gegner. Die knapp 17 am offensiven Brett sind sowieso ligaweiter Spitzenwert. Doch obwohl Riga die besseren Quoten aufweist haben sie die letzten drei Spiele verloren, dabei jeweils mindestens 85 Punkte kassiert. Zum Vergleich: beim bislang einzigen Sieg waren es nur 74.

Getragen wird das Team von Cheftrainer Janis Gailitis von Lester Medford. Er ist in der bisherigen Saison der einzige Spieler, dem es gelang, in jedem BCL-Spiel mindestens 14 Punkte zu erzielen, dazu sechs Assists zu geben und zweimal den Ball zu klauen. In der heimischen Latvia-Estonia League war zuletzt aber ein anderer herausragend. Beim ungefährdeten 87:74-Sieg gegen Valmiera Glass Via überzeugte Kristijan Krajina mit 30 Zählern, sechs Rebounds und zwei Assists. Der Erfolg war der siebte im siebten Ligaspiel, gleichbedeutend natürlich mit der Tabellenführung. In der BCL hingegen läuft es nach dem Auftakterfolg gegen Mornar Bar nicht mehr. In Athen und Zuhause gegen Nymburk und zuletzt Gaziantep setzte es Niederlagen. Vor allem gegen die Türken ging Riga im letzten Viertel die Luft aus. Nach 30 Minuten führten sie noch mit 68:59, brachen dann jedoch im Schlussabschnitt ein (13:26) und gaben die Partie somit aus der Hand. Bester Werfer gegen Gaziantep war Artus Kurucs mit 19 Punkten. Über die bisherige BCL-Saison gesehen trifft Medford mit 15,8 Punkten im Schnitt am besten. Krajina greift durchschnittlich mit 4,8 die meisten Rebounds, während wiederum Medford mit 6,5 die meisten Assists verteilt.

Brose Bamberg steigt mit wettbewerbsübergreifend fünf Siegen in Folge in den Flieger nach Riga. Vor allem der letzte Erfolg gegen die Telekom Baskets Bonn war beeindruckend. Nicht nur von der Höhe, sondern vor allem von der Souveränität. Es war einmal mehr ein Erfolg des gesamten Teams, das – ebenfalls einmal mehr – den Rebound nach Belieben dominierte. 41 Abpraller sammelten Marei und Co. ein, 14 davon am offensiven Brett. Aber auch 27 Assists sprechen eine klare, teamorientierte Sprache. Und dennoch: es waren auch Fahrigkeiten im Spiel. Die letzten sieben Minuten etwa haben Roel Moors gar nicht gefallen. Trotzdem reist Brose natürlich mit breiter Brust nach Riga. Vor allem Elias Harris hat in der BCL einen Lauf. Er gehört zu drei Spielern, die in den bisher absolvierten vier Partien von der Bank kommend immer mindestens elf Punkte erzielt haben. Durchschnittlich sind es bislang 12,8 Zähler, damit ist er zu Broses Topscorer. Christian Sengfelder überzeugt mit sieben Rebounds im Schnitt am Brett, während Paris Lee fünf direkte Korbvorlagen pro Spiel verteilt.

Roel Moors: „Wir sprechen immer davon, dass wir uns Stück für Stück entwickeln müssen. Ich denke, dass man im Spiel gegen Bonn ansatzweise gesehen hat, wozu wir im Stande sind. Wir müssen unseren Fokus weiter hochhalten. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Den gilt es jetzt in Riga fortzusetzen. Sie spielen sehr schnell, daher müssen wir frühzeitig versuchen, ihren Rhythmus zu unterbrechen. Wichtig ist auch, dass wir wieder physisch dagegenhalten. Das sind die beiden Punkte, auf die es ankommen wird.“

Zwei Brose-Spieler haben bereits Erfahrung mit VEF Riga, wenn auch nicht die besten. Sowohl Michael Carrera als auch Tre‘ McLean haben bereits gegen das Team aus der lettischen Hauptstadt gespielt, allerdings kann lediglich McLean einen Sieg aus vier Partien aufweisen. Alle anderen, auch das eine von Carrera, gingen mit ihren damaligen Mannschaften verloren. Zeit also, dass dieser kleine Fluch gebrochen wird.

Michael Carrera: „Sie spielen in einer tollen Arena, haben tolle Fans. Sie sind mit Abstand das beste Team Lettlands, daher ist es von Natur aus schwer gegen sie zu spielen. Für uns muss gelten, dass wir unseren Basketball zeigen. Das bedeutet hinten hart verteidigen, dann ergeben sich vorne die Aktionen von ganz alleine.“

Brose Bamberg fliegt am Dienstagvormittag von Frankfurt nach Riga. Dort stehen am Abend und am Mittwochmorgen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Am Donnerstag geht es dann wieder zurück, ehe am Freitag die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel gegen ratiopharm ulm beginnt.