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Bahn will 2020 rund 1,7 Milliarden in Bayern investieren

München (dpa/lby) – Rund 1,7 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn im laufenden Jahr in ihre Infrastruktur in Bayern investieren. Um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, sollen unter anderem knapp 340 Kilometer Gleise, fast 270 Weichen sowie 30 Brücken im Freistaat modernisiert werden, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Die Investitionen im Freistaat sind Teil der bundesweiten Infrastrukturausgaben von 12,2 Milliarden Euro für Schienen, Technik, Bahnhöfe und Energieanlagen.

Bei den Ausgaben nicht berücksichtigt ist die dringend benötigte Erneuerung des Stellwerks am Münchner Ostbahnhof – das rund 200 Millionen Euro teure Projekt steht erst für das Jahr 2023 an. Am Donnerstagnachmittag wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Bahnchef Richard Lutz, Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter das Stellwerk besuchen.

Ergänzend treibt die Bahn ihren Angaben zufolge noch weitere Neu- und Ausbaumaßnahmen voran: So verkürze sich die Fahrtdauer nach Zürich wegen der Elektrifizierung der Allgäubahn von München nach Lindau auf weniger als vier Stunden. Zudem werde mit dem viergleisigen Ausbau der Strecke von Bamberg nach Erfurt die Verbindung zwischen München und Berlin schneller. Auf dem Plan steht zudem das erste digitale Stellwerk an einer Hauptstrecke zwischen Donauwörth und Augsburg – dadurch sollen künftig mehr Züge im dichteren Takt die Schienenwege nutzen können.