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Automobilzuliefererindustrie: „Bamberger Runde“ zufrieden nach Treffen mit Bundeswirtschaftsminister

Nach mehreren Briefen zur angespannten Lage in der Automobilzulieferindustrie in der Region Bamberg hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute zur „Bamberger Runde“ nach Berlin eingeladen. Mit dabei waren unteranderem Bambergs Landrat Johann Kalb, Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke, Staatssekretär Thomas Silberhorn, die Bürgermeister Klaus Hohmann und Thomas Söder, sowie Betriebsräte von Bosch, Michelin und Schaeffler.

Landrat Johann Kalb nach dem Treffen:

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke nach dem Treffen:

In der Region Bamberg sind rund 20.000 Beschäftigte abhängig von der Autoindustrie.

 

Hier ausführlich die Ergebnisse der „Bamberger Runde“:

 

Die Bamberger Vertreter haben vorgeschlagen, dass die Region Bamberg zur Modellregion wird, um den Transformationsprozess der Automobilzuliefererindustrie aktiv zu gestalten. Dazu soll Bamberg ein Reallabor werden, um insbesondere die Brennstoffzellentechnologie als neues Geschäftsfeld der Firma Bosch zu fördern.

 

Es wurde gefordert, dass die entsprechenden Maßnahmen gefördert werden. Daraufhin hat das Bundeswirtschaftsministerium zugesagt, die Förderkulisse wohlwollend zu prüfen und den begonnenen Forschungs- und Entwicklungsprozess konstruktiv zu unterstützen.

 

Gemeinsam, also in enger Kooperation zwischen der Stadt Bamberg, dem Landkreis Bamberg, den Unternehmen und Betrieben und den zuständigen Ministerien auf Bundes- und Landesebene, wird nun auf Arbeitsebene an der Umsetzung gearbeitet.

 

Man hat sich auf eine Fortsetzung der Gespräche verständigt: Diese sollen vorzugsweise in Bamberg stattfinden, um vor Ort die gemeinsamen Anstrengungen zu vertiefen. Bis dahin sind die Ansprechpartner zu definieren, die Verantwortlichen der Automobilzulieferer zu beteiligen und die kommunalen Projekte (zum Beispiel Lagarde-Kaserne, Energiekonzepte etc.) zu konkretisieren.

 

Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb werden alle Möglichkeiten nutzen, die Anwendung von mobilen und stationären Brennstoffzellen bei neuen Wohngebieten und dem öffentlichen Personennahverkehr zu realisieren.

 

Die Bamberger Delegation hat an Ort und Stelle entschieden, unverzüglich die Konzernzentrale der Firma Bosch in Stuttgart zu kontaktieren, um im Schulterschluss die Interessen der Region gegenüber der Bundesregierung geltend zu machen. Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklärte nach der intensiven Diskussion: „Ich habe den Eindruck, dass sich in der Region sehr viele kluge Gedanken entwickeln und dass man dort bereit ist, groß zu denken und gemeinsam nach Lösungen strebt.“