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Autofahrer nach Unfallflucht aus Haft entlassen

Aschau im Chiemgau (dpa/lby) – Nach einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht im Chiemgau hat sich der Verdacht gegen einen festgenommenen Mann nicht erhärtet. Der 27-Jährige werde daher aus der Untersuchungshaft entlassen, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Fahrer war verdächtigt worden, mit seinem Wagen in Aschau eine 23-Jährige erfasst und so schwer verletzt zu haben, dass sie im Krankenhaus starb. Nach Polizeiangaben vom vergangenen Dienstag hatte er eingeräumt, zur Unfallzeit am Steuer gesessen zu haben.

Das Unfallopfer war am frühen Sonntagmorgen zusammen mit einem Begleiter auf dem Heimweg von einer Diskothek. Anders als ihr Begleiter sei die Frau am Sonntagmorgen auf der Straße heimgelaufen – möglicherweise, weil diese bei den winterlichen Straßenverhältnissen besser geräumt gewesen sei als der Gehweg. Kurz vor 4 Uhr wurde die Frau von dem Auto erfasst und auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Fahrer des Wagens fuhr weiter.

Bei der Untersuchung des Wagens konnten laut Polizei «keine Spuren festgestellt werden, die darauf hinweisen, dass der Fahrer einen möglicherweise stattgefundenen Verkehrsunfall bemerkt haben müsste». Der Gutachter habe am Auto keine Beschädigungen festgestellt, «die einen sicheren Rückschluss auf einen Verkehrsunfall zulassen». Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung und des versuchten Totschlags durch Unterlassen lasse sich daher «zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufrechterhalten».