© Jens Kalaene

Ausgaben für Sozialhilfe erneut gestiegen

Fürth (dpa/lby) – Die Ausgaben für Sozialhilfe in Bayern sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen. 2017 lagen die Bruttoausgaben bei 4 Milliarden Euro und somit 2,9 Prozent über den Vergleichsdaten des Vorjahres, wie das Landesamt für Statistik in Fürth am Mittwoch mitteilte. Nach Abzug der Einnahmen blieben Ausgaben von 3,4 Milliarden Euro übrig – ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber 2016.

Am meisten Geld wurde für die Eingliederung behinderter Menschen ausgegeben. Die Nettoausgaben beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro und lagen 3,5 Prozent über denen des Vorjahres. Bei den Hilfen zur Pflege gab es nur einen leichten Anstieg. Im vergangenen Jahr wurden dafür 528 Millionen ausgezahlt (2016: 527 Mio). Weitere 91 Millionen Euro flossen netto in die Hilfen zur Gesundheit, hier sind auch die Erstattungen an Krankenkassen für die Übernahme der Krankenbehandlung eingerechnet. Die Hilfen zum Lebensunterhalt stiegen mit 177 Millionen Euro ebenfalls nur gemäßigt an (2016: 172 Mio). 76 Millionen Euro wurden für Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen ausgegeben.

Die meisten Mittel innerhalb des Freistaats flossen nach Oberbayern: Gut 1,4 Milliarden Euro bekamen die Leistungsempfänger dort. Nach Mittelfranken gingen 655 Millionen Euro, in Schwaben gab der Staat 596 Millionen Euro brutto für Sozialhilfe aus. Die entsprechenden Ausgaben in Unterfranken lagen bei 360 Millionen Euro, in Niederbayern bei 339 Millionen Euro und in der Oberpfalz bei 323 Millionen Euro. Am geringsten waren die Bruttoausgaben in Oberfranken mit 320 Millionen Euro.