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Aufstieg in Zweite Liga: Ingolstadt und Osnabrück zittern

Ingolstadt/Osnabrück (dpa) – Wie viel Drama gibt es diesmal? Der FC Ingolstadt und VfL Osnabrück kämpfen um das ersehnte Ticket für die 2. Fußball-Bundesliga. Die Schanzer haben 2019 und 2020 in der Relegation die ganze Wucht sportlicher Enttäuschungen abbekommen. Die Osnabrücker haben an ihre Nervenduelle ebenfalls schlechte Erinnerungen. Teil eins gibt es am Donnerstag (18.15 Uhr/ZDF und DAZN) in Ingolstadt, Teil zwei steigt am Sonntag (13.30 Uhr) beim VfL.

DRAMA-FAKTOR FCI: 2010 waren die Ingolstädter in der Relegation gegen Hansa Rostock sogar erfolgreich. In den vergangenen beiden Jahren erlebten die Schanzer aber bittere K.o.-Duelle. Vor allem 2020 gab es ein echtes Fußball-Drama, als Nürnbergs Fabian Schleusener (90.+6 Minute) brutal alle Ingolstädter Hoffnungen zerstörte. «Die Erfahrung wird uns gut tun», meinte Trainer Tomas Oral. «Wir hatten in den letzten Monaten unheimlich viele Alles-oder-Nichts-Spiele.» Oral will seine Mannschaft konzentriert und demütig im eigenen Stadion vor 250 zugelassenen Zuschauern auftreten sehen. «Man braucht einen kühlen Kopf und ein heißes Herz», befand er.

DRAMA-FAKTOR VFL: Seit Montag bereiten sich die Osnabrücker in Bayern schon auf die Zitterpartien vor. Die Enttäuschung nach der verpassten Rettung beim 1:2 gegen den FC Erzgebirge Aue am Sonntag habe seine Mannschaft rasch abgeschüttelt, sagte Trainer Markus Feldhoff. «Wir sind bereit und wollen diese Chance nutzen.» Die Relegation ist für die Osnabrücker aber ungeliebtes Terrain: 2009, 2011 und 2013 scheiterten sie kurz vor dem Ziel. Das ist aber schon lange her. Feldhoff erwartet nun eine «sehr kampfstarke» Ingolstädter Mannschaft, die seit 17 Heimspielen ungeschlagen ist. «Ich glaube, wir haben gerade in der Offensive einen Tick mehr fußballerische Qualität.» Mit Tor-Drang will der VfL die Liga halten.

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