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Attraktive Gegner für Brose Bamberg in der Basketball Champions League

Brose Bamberg hat bei der heutigen Auslosung der Gruppenphase der Basketball Champions League 2018/2019 namhafte Gegner zugelost bekommen. So muss der neunmalige deutsche Meister in Gruppe C unter anderem gegen CEZ Nymburk, AEK Athen und JDA Dijon antreten.

Rolf Beyer: „Die Gruppe wird definitiv kein Selbstläufer. Wir werden ein Wiedersehen mit Lucca Banchi haben. Dijon kennen wir noch aus dem EuroCup. Alles in allem ist es eine toughe Gruppe mit – vor allem für unsere Fans – sehr attraktiven Reisezielen.“

Die komplette Gruppe C:
Brose Bamberg, CEZ Nymburk, AEK Athen, JDA Dijon, Hapoel Jerusalem, Montakit Fuenlabrada, Eskisehir Basket, Qualifikant.

Der erste Spieltag findet am 9. oder 10. Oktober statt. Den genauen Plan gibt die Basketball Champions League Ende Juli heraus.

 

Die Mannschaften in der Kurzzusammenfassung:

AEK Athen (Griechenland): Der 1924 gegründete Club und aktuelle Titelverteidiger ist eines der europäischen Schwergewichte im Wettbewerb. Zu acht nationalen Meisterschaften (zuletzt 2002 mit Nikos Zisis) und vier Pokalsiegen (zuletzt 2018) gesellen sich im Trophäenschrank auch drei internationale Titel: 1968 und 2000 wurde der FIBA Europapokal der Pokalsieger, 2018 die Champions League gewonnen. AEK war Bambergs erster Gegner in einem europäischen Wettbewerb überhaupt. 1977 standen sich die Mannschaften im Korac Cup (European Cup Radivoj Korac) gegenüber. Bamberg verlor Hin- und Rückspiel. 2006 und 2007 traf man sich in EuroLeague bzw. ULEB Cup. In diesem Jahr bekommt das Duell besondere Würze: Für AEK steht Luca Banchi an der Seitenlinie.

CEZ Nymburk (Tschechien): Der amtierende tschechische Meister trat bereits in den letzten beiden Spielzeiten in der BCL an, musste aber in den Pre-Playoffs bzw. in der letzten Saison im Achtelfinale gegen den späteren Meister AEK die Segel streichen. Seine europäischen Spiele trägt der Serienmeister (2004-2018) und zwölfmalige Pokalsieger in der 12.000 Zuschauer fassenden Tipsport Arena in Prag aus. Bamberg und Nymburk trafen zuletzt im ULEB Eurocup im Jahr 2010 aufeinander, jedes Team konnte sein Heimspiel gewinnen. Tatsächlich steht mit Center Petr Benda noch ein Spieler von damals im Kader von Nymburk.

Eskişehir Basket (Türkei):  Aus dem 330 km südöstlich von Istanbul gelegenen Eskişehir kommt der Tabellensiebte der abgelaufenen Süper Ligi-Saison. Erst zur letzten Spielzeit schaffte das Team, das bis 2014 unter dem Namen Olin Edirne aktiv war, den Wiederaufstieg in das türkische Oberhaus. Erst einmal war der Club international aktiv und spielte in der EuroChallenge-Spielzeit 2011/12. Aus Bamberger Sicht interessant: Matt Walsh und Josh Duncan standen bereits bei dem Club unter Vertrag. Bekannte Namen, die in Eskişehir/Edirne Station machten, sind u.a. E.J. Rowland, Vladimir Stimac, Reinaldas Seibutis oder Artsiom Parakhouski.

Hapoel Jerusalem (Israel): Der Club gehört zu den erfolgreichsten Teams des Landes. Hapoel Jerusalem wurde zweimal (2015, 2017) israelischer Meister und gewann vier Mal den Pokalwettbewerb in Israel (1996, 1997, 2007, 2008) sowie 2004 den ULEB Cup. In der abgelaufenen Saison war im Halbfinale gegen Hapoel Holon Schluss, im EuroCup gelangen der Mannschaft unter Head Coach Modi Maor nur enttäuschende zwei Siege. Im Juni sorgt Hapoel mit einem Gerücht für einen Paukenschlag: der sechsmalige NBA-All-Star Amare Stoudemire stünde kurz davor, nochmals die Stiefel für den Club zu schnüren.

JDA Dijon Basket (Frankreich): „La Jeanne“ wurde bereits 1880 gegründet und nach der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc benannt. Trotz der langen Historie spielt die Mannschaft erst seit 2011/12 wieder im französischen Oberhaus. Die großen Erfolge (Superpokalsieger, Pokalsieger, Ligapokalsieger und Finalist der FIBA EuroCup Challenge → Dijon unterlag gegen den hochgerüsteten MBC) liegen alle in der Zeit vor dem Abstieg 2010. 2015 trafen sich Bamberg und Dijon zuletzt im EuroCup. Für die knappe Heimspielniederlage (81:86) revanchierten sich Brad Wanamaker & Co. mit einem 86:56-Auswärtserfolg. Für die Bamberger Fans gibt es ein Wiedersehen mit „Zauberzwerg“ David Holston, der 2011/12 und von 2013-2015 bei den Artland Dragons aktiv war.

Montakit Fuenlabrada (Spanien): Erst 1983 gegründet glänzt das Team aus der Region Madrid bereits mit Teilnahmen am Korac Cup, ULEB EuroCup und an der EuroChallenge. Auch ein Titel konnte gefeiert werden: 1998 gewann der Club das „Torneo de la Comunidad de Madrid“ und feierte gegen Real Madrid die Stadtmeisterschaft. In der ACB landete die Mannschaft in der abgelaufenen Saison auf dem neunten Platz. Baloncesto Fuenlabrada diente immer wieder späteren Stars als Sprungbrett zu großen Teams und Ligen. So starteten u.a. Kristaps Valters, Tal Burstein, Esteban Batista und auch Hurl Beechum hier ihre Karrieren.