Apolda zeigt Erich-Heckel-Arbeiten, dann in Aschaffenburg

Werke des Expressionisten Erich Heckel (1883-1970) sind von diesem Sonntag an im Kunsthaus Apolda (Weimarer Land) zu sehen. Gezeigt werden 92 Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus sechs Jahrzehnten, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Sie sollen anschließend vom 1. Oktober bis zum 8. Januar 2023 im Geburtshaus von Heckels «Brücke»-Kollegen Ernst Ludwig Kirchner in Aschaffenburg gezeigt werden.

Heckel war neben Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl und Karl-Schmidt Rottluff Mitbegründer der Künstlergruppe «Brücke», die als eine Wegbereiterin der klassischen Moderne gilt. Im Zentrum der Ausstellung stehen Heckels künstlerische Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft und dem Menschen in der Natur.

Heckel gehörte zu jenen Künstlern, die von den Nationalsozialisten als «entartet» verunglimpft wurden. Mehr als 700 seiner Arbeiten wurden während der NS-Zeit aus deutschen Sammlungen entfernt, beschlagnahmt, verkauft und verbrannt. Seine Wohnung in Berlin-Wilmersdorf und sein Atelier wurden im Januar 1944 bei einem alliierten Bombenangriff zerstört. Danach ließ sich der Künstler in Hemmenhofen am Bodensee nieder. Aus dem dortigen Nachlass stammen die in Apolda gezeigten Arbeiten.

Die Schau war eigentlich schon für 2020 geplant, musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.