Hanns-Seidel-Stiftung

Ferber gibt Stiftungsvorsitz ab - Holetschek soll folgen

09. Juni 2026 , 15:30 Uhr

Der CSU-Politiker Markus Ferber hat auf europäischer Ebene viele Posten inne - und will deshalb ein anderes Amt abgeben. Sein designierter Nachfolger dort ist kein Unbekannter.

Wechsel an der Spitze der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung: Der seit 2020 amtierende Vorsitzende Markus Ferber will bei der nächsten Mitgliederversammlung am 19. Juni nicht erneut kandidieren. Das kündigte er in einem Brief an die Mitglieder und Mitarbeiter der Stiftung an, über den als erstes der «Münchner Merkur» berichtete. Ferber schrieb, angesichts seiner umfassenden Verpflichtungen unter anderem als Mitglied des Europaparlaments und weiterer Ämter glaube er, dass er der Stiftung nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit widmen könne, die sie absolut verdient habe.

Die Hanns-Seidel-Stiftung wurde 1967 gegründet und ist nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden benannt. Sie fördert nach eigenen Angaben politische Bildungsarbeit in 75 Ländern weltweit.

Söder schlägt Holetschek als Nachfolger vor

Nachfolger soll CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek werden – CSU-Chef Markus Söder hat ihn dafür vorgeschlagen: Holetschek sei als ehemaliger HSS-Mitarbeiter «ein echter Insider und mit allen Strukturen vertraut». Formal gewählt werden soll er auf der Mitgliederversammlung am 19. Juni. Das neue Amt soll Holetschek zusätzlich übernehmen – er bleibt in jedem Fall Fraktionschef.

Söder dankte Ferber für dessen «hervorragende Arbeit» und kündigte zugleich an: «Wir wollen die Hanns-Seidel-Stiftung neu aufstellen.» Es sei an der Zeit für ein umfassendes Update: «Die Hanns-Seidel-Stiftung soll sich künftig noch mehr um die sinnstiftenden Fragen kümmern, die unsere Gesellschaft bewegen. Dazu soll die HSS verstärkt Gesprächsplattform für Intellektuelle innerhalb und außerhalb der CSU sein», kündigte der CSU-Chef an. Und: Als «intellektuelles Kraftzentrum» solle die Stiftung näher an die Partei heranrücken, sie solle «als Think Tank wertvolle Impulse setzen und den gesellschaftlichen Diskurs weit über Parteigrenzen hinaus befruchten und bereichern», betonte er.

Quelle: dpa

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