So haben sie sich ihren ersten Schultag nach den Ferien sicher nicht vorgestellt: Schüler und Lehrkräfte am Hofer Schulzentrum am Rosenbühl durften den Vormittag über ihre Klassenzimmer nicht verlassen. Ein Unbekannter hatte bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, dass jemand in der Schule Personen mit einem Messer verletzt haben soll. Über 100 Einsatzkräfte machten sich auf den Weg, um das Gebäude zu durchsuchen. Felix Baier vom Polizeipräsidium Oberfranken: „Die Polizei nimmt solche Anlässe sehr ernst. Wir haben ein Großaufgebot an Kräften schnell vor Ort gebracht, einen großen Polizeieinsatz durchgeführt. Es waren Polizeispezialeinheiten aus Nürnberg beispielsweise im Dienst, genauso wie Polizeihubschrauber, aber auch viele Einsatzkräfte aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken.“
Später stellte sich heraus, dass die Straftat vorgetäuscht war. In der Schule waren keine Täter oder Verletzten. Die über 1200 Schüler brachten Busse zur Freiheitshalle, wo sie die Eltern abholen konnten. Die Kripo Hof sucht jetzt nach dem Anrufer, der den Großeinsatz zahlen muss. Ihm drohen außerdem eine Geld- oder Gefängnisstrafe.